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Neue Fahrradgarage ist nicht sicher

Seelze Neue Fahrradgarage ist nicht sicher

Die Fahrradgarage am Bahnhof Seelze ist zwar mit einer elektronischen Schließanlage ausgerüstet, die aber keine Sicherheit bietet. Ein Test dieser Zeitung hat ergeben, dass sich die Tür ohne großen Aufwand leicht öffnen lässt.

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Der Bau der Fahrradgarage hatte sich neun Monate verzögert - jetzt ist der Käfig nicht einbruchsicher.

Quelle: Oliver Kühn

Seelze. Die sogenannte Bike-and-ride-Anlage ist erst im August nach einer Verzögerung von rund neun Monaten in Betrieb genommen worden. Die etwa 180 000 Euro teure Fahrradgarage bietet in einer Art Käfig Platz für 150 Räder, weitere 64 können außerhalb an Bügeln angeschlossen worden. Von den Kosten übernahm die Region Hannover 54 000 Euro, weitere 126 000 Euro übernahm die Niedersächsische Nahverkehrsgesellschaft. Der Öffnungsmechanismus der Garage wird elektronisch gesteuert und mit einem Chip bedient. Für diesen müssen die Nutzer eine Kaution von 50 Euro hinterlegen, ansonsten ist der Fahrradabstellplatz kostenfrei - unter der Voraussetzung, dass eine gültige Monatskarte für den Nahverkehr vorgelegt werden kann. Fahrradfahrer freuten sich bei der Eröffnung der Garage vor allem darüber, dass die Drahtesel sicher untergestellt werden können. Hervorgehoben wurde von den ersten Nutzern, dass sie nun weniger Sorge hätten, dass ihr Fahrrad gestohlen oder beschädigt werden könnte.

Doch der sichere Schein trügt. Zwar ist außen an der Tür lediglich ein Knauf angebracht, auf der Innenseite der Tür gibt es aber eine ganz normale Klinke. Nach dem Hinweis eines Lesers hat diese Zeitung am Dienstag ohne Mühe die Klinke öffnen können und benötigte dazu lediglich einen Kleiderbügel aus der Redaktion. Ein anderes Stück Holz hätte es sicher auch getan. Schutz würden möglicherweise ein Blech oder eine Plexiglasscheibe bieten. Die Region Hannover habe die Fahrradgarage nach der Fertigstellung an die Stadt Seelze übergeben, die nun zuständig sei, sagte Regionssprecher Klaus Abelmann. Der Bau könne aber nachgerüstet werden. Dies sei bei anderen Fahrradgaragen auch gemacht worden. „Wir werden das Problem kurzfristig beheben“, versicherte Stadtsprecherin Martina Krapp. Die Verwaltung werde noch einmal Rücksprache mit der Region halten, wie die bauliche Absicherung bei vergleichbaren Anlagen verbessert worden ist.

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