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Good Bye und Guten Flug, Mr. President

Seelze / Langenhagen Good Bye und Guten Flug, Mr. President

Levin Brinkmann (15) ist live dabei, als der amerikanische Präsident Barack Obama am Montagnachmittag wieder in die Air Force One steigt. Sein Freund Leon Bittner (16) hatte die Ankunft am Sonntag auf der Pressetribüne am Flughafen erlebt - seine Eindrücke vom Presserummel.

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600 Millimeter Brennweite: Levin Brinkmann fotografiert Barack Obamas Abreise auf dem Flughafen in Langenhagen.

Quelle: Bismark

Seelze / Langenhagen. Brinkmann und Bittner waren die jüngsten Jounalisten im ganzen Tross der Medienleute. Sie betreiben im Internet eine Technikseite, hatten ohnehin Aktien an der Hannover-Messe und schickten ihre Bewerbung für eine Akkreditierung ans Bundespresseamt. Man kann's ja Mal versuchen. Und sie hatten Glück: Leon Bittner durfte die Ankunft fotografieren, Levin Brinkmann die Abreise. Bittner beschreibt seine Eindrücke so.

Kein Journalist zu sehen am Sonntag, alle Lichter ausgeschaltet - der Sachverhalt war klar: Levin und ich waren zu früh am Flughafen. Hochmotiviert waren wir um 6.45 Uhr losgefahren, um keine Zeit in den Verkehrskontrollen zu verlieren. Jetzt standen wir vor dem menschenleeren Terminal D. Von den Straßensperren war genau so wie von den schwer bewaffneten Special Agents keine Spur. Also galt es, die Zeit in den restlichen Terminals totzuschlagen.

Glücklicherweise kam um 8 Uhr das ARD-Fernsehteam, so dass wir die ersten Interviews drehen konnten. Nach drei Ausweiskontrollen kam der wie erwartet sehr gründliche Sicherheitscheck inklusive Sprengstofftest am Fotorucksack. Levin durfte nicht mehr mitkommen, schließlich war pro Event nur einer von uns beiden akkreditiert. Dafür durfte er am Montag Obamas Abflug ablichten.

Nach kurzer Wartezeit im Terminal wurde ich mit den ersten Journalisten per Bus zur Pressetribüne gefahren. Alles begleitet vom super freundlichen Fernsehteam. Zur Begeisterung aller war die Pressetribüne perfekt positioniert. Gerade Mal 50 Meter trennten uns von der Parkposition der Air Force One.

Und wieder warten. Die circa drei Stunden nutze ich, um Kontakte mit den hochkarätigen Fotografen von DPA, gettyimages und anderen zu knüpfen. Die Profis gaben mir den Tipp, die Fotos unbedingt vor dem Veröffentlichen mit Wasserzeichen zu versehen, um Bilddiebstahl zu verhindern. Auffällig war, dass nur 40 Journalisten für die Ankunft des US-Präsidenten akkreditiert worden waren.

Der größte Sorgenfaktor aller war das Wetter. Es spielte geradezu verrückt. Hagel, Regen, Schnee und strahlender Sonnenschein wechselten sich im Minutentakt ab. So auch, als endlich die Air Force One am Horizont auftauchte. Noch während der absolut majestätische Vogel sich in Parkposition brachte, setzte Schneefall ein, der allerdings tatsächlich zwei Minuten vor dem Ausstieg Obamas aufhörte und das Flugzeug im perfekten Sonnenlicht stehen ließ. Ein gut gelaunter Barack Obama stieg aus, um nach einigem Händeschütteln wieder in seinem schwer gepanzerten „Beast“ zu verschwinden.

Die Zeit hat trotzdem gereicht, um die Speicherkarten mit etwa 300 Fotos zu füllen. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Einige Fotos sind bereits auf unserem Onlinemagazin beltum.de veröffentlicht. Nach seiner Abfahrt hatte ich noch einige Interviews zu führen und sogar Kollegen zu fotografieren. Ein Foto vor der Air Force One ist für sie also auch nicht "business as usual".

Am Montagnachmittag hatte Levin das Glück am Hannover Airport, Obamas Abreise fotografieren zu können. Gegen 17.10 Uhr verließ das amerikanische Staatsoberhaupt wieder den hannoverschen Boden.

Von Sandra Remmer und Leon Bittner

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