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Obis Laden schließt Ende Februar

Seelze Obis Laden schließt Ende Februar

Gudrun Oberländer schließt Ende Februar nach 35 Jahren in Fachgeschäft Obis Laden an der Hannoverschen Straße. „Mein halbes Leben war ich hier“, sagt sie. Doch nun hört sie aus Altersgründen auf.

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Gudrun Oberländer schließt ihr Geschäft mit hochwertigen Süßigkeiten aus Altersgründen.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Ausgewählte Süßwaren, Weine und edle Brände hat Gudrun Oberländer in dem kleinen, aber feinen Geschäft zwischen Wurstbasar und Apfel Klaus im Angebot. „Ich wollte was machen, die Kinder wurden größer - da habe ich eine schöne Aufgabe gesucht“, erinnert sie sich an die Anfänge. Hochwertige Süßigkeiten habe es damals in Seelze nicht mehr gegeben, nachdem ein nur wenige Meter entfernt ansässiger Händler mit Erreichen des Rentenalters sein Geschäft schloss.

„Im Laufe der Jahre hat sich das entwickelt“, berichtet die Händlerin, die auch in Seelze wohnt. Sie habe keinen langen Weg zur Arbeit gehabt, und die Kunden seien immer nett gewesen. Die Qualität habe ebenfalls gestimmt, Reklamationen habe es nie gegeben. Sie sei dankbar, dass ihr die Kunden jahrelang die Treue gehalten hätten, sagt die Ladeninhaberin. Was aus dem Sortiment in Obis Laden der große Renner war, vermag sie nicht recht zu sagen. „Es wird viel saisonabhängig gekauft, beispielsweise Eier zu Ostern.“ Allerdings hätten sich die losen Trüffel gut entwickelt.

Etliche Jahre hat sich Gudrun Oberländer an Stadtfest und Weihnachtsmarkt beteiligt - mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Kinder. Tochter und Sohn sind jedoch inzwischen erwachsen und leben nicht mehr in der Stadt. Deshalb ist sie seit einiger Zeit bei den Veranstaltungen des Vereins Handel und Gewerbe Seelze (HGS) nicht mehr dabei. Die Geschäftsinhaberin sieht sich selbst als „Einzelkämpferin“ und hat ihren Laden stets allein betrieben.

Der Seelzerin ist anzumerken, dass ihr der Abschied von ihrem Geschäft nach 35 Jahren nicht leicht fällt. „Das ist eine individuelle Entscheidung aus Altersgründen“, sagt sie. Wichtig sei ihr, dass ihr Mann mit 69 Jahren bereits im Oktober aus dem Heizölgeschäft ausgestiegen sei. „Wir wollen noch etwas gemeinsam unternehmen.“ Ohnehin laufe der Mietvertrag für den kleinen Laden Ende Februar aus. Was dann aus den Räumlichkeiten werde, sei derzeit noch unklar.

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