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Erdbeersaison findet plötzliches Ende

Seelze Erdbeersaison findet plötzliches Ende

"Das war die schlechteste Ernte seit 20 Jahren", erzählt Maria Wedeking. Das Erdbeerfeld auf der Garbsener Landstraße und die anderen Plantagen des Obstbauern Wedeking aus Lüdersfeld mussten wegen Kälte, hoher Luftfeuchtigkeit und Regenfällen vorzeitig geschlossen werden.

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Die Erdbeerernte auf dem Feld vom Obstbauer Wedeking an der Garbsener Landstraße ist für dieses Jahr beendet. Kälte, hohe Luftfeuchtigkeit und Regenfälle haben die Früchte geschädigt und die Erntezeit verkürzt.

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. "Die Erdbeersaison ist abrupt zu Ende gegangen", sagt Wedeking. Eigentlich sollten die Verkaufsstände und die Erdbeerplantagen für Selbstpflücker bis Ende des Monats geöffnet bleiben, aber dafür gibt es nicht mehr genug schöne Erdbeeren auf den Feldern. "Die Erdbeere ist eine Frucht, die extrem wetterabhängig ist", sagte Wedeking. Durch das kalte Wetter fiel die Erdbeerernte in diesem Jahr schlecht aus: Viele Erdbeeren wurden nicht reif und die Früchte waren von Schimmel und Fäule bedroht.

Das vorzeitige Schließen der Erdbeerplantagen ist für die Familie besonders ärgerlich, weil auch später mit dem Verkauf begonnen wurde: "Die Nächte waren zu kalt, Erdbeeren brauchen kontinuierliche Wärme", sagt Wedeking. Statt wie gewohnt am 1. Mai konnten die Verkaufsstände und die Felder erst am 26. Mai öffnen. Nach Angaben von Wedeking ist die Ernte in diesem Jahr nicht nur besonders kurz gewesen, sondern die gewohnte Qualität konnte auch nicht erreicht werden: Durch die Kälte wurden die Früchte nicht süß genug.

Neben den schlechten Wetterbedingungen haben Obstbauern nach Angaben von Wedeking in den letzten Jahren vermehrt auch mit anderen Problemen zu kämpfen. Die Konkurrenz zwischen den Anbietern wird immer größer und die privaten Betriebe können mit den Niedrigpreisen im Supermarkt nicht mithalten. "Früher gab es Erdbeeren nur direkt am Feld zu kaufen, heute gibt es auch in den Supermärkten viele regionale Produkte", erklärt Wedeking die veränderte Situation. 

"Es ist gut, dass wir noch andere Früchte anbauen", sagt Wedeking. Gerade geht der Verkauf von Kirschen und Blaubeeren los und auch um den Anbau von Äpfeln bemüht sich der Betrieb vermehrt, der seit dem 16. Jahrhundert in Familienhand liegt. Nach und nach soll der Verkauf von Erdbeeren in den nächsten Jahren eingeschränkt werden: 2016 wurde nur noch an 12 Ständen verkauft, ein Jahr vorher waren es noch 20. Auch wenn eventuell weitere Erdbeerfelder geschlossen werden müssen, soll Seelze als Standort nach Angaben von Wedeking weiterhin bestehen bleiben. Das Feld ist schon seit 20 Jahren in Familienbesitz und gehört damit zu den ersten Erdbeerfeldern der Wedekings.

Erdbeeren im Stadtzentrum

Im Stadtzentrum können weiterhin bei Bernd Wucherpfennig am Stand des Calenberger Landhofs der Familie Sander Erdbeeren gekauft werden: Zwei Wochen lang soll es noch Früchte geben. Auch bei dem Familienbetrieb aus Gestorf bei Springe ist die Ernte durch Regen und Nässe schlechter ausgefallen. Einige Erdbeeren haben faule Stellen und müssen von Wucherpfennig aussortiert werden. In Gestorf werden die Erdbeeren teilweise unter Tunnelplanen angepflanzt, die wie ein Gewächshaus arbeiten. Durch die Wärme kann die Erntezeit verlängert werden.

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Fotostrecke Seelze: Erdbeersaison findet plötzliches Ende

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Von Rebecca Hürter

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