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Letters Bürgermeister schätzt den Dialog

Seelze Letters Bürgermeister schätzt den Dialog

Die Wohnungen sind gefragt; Infrastruktur und Freizeitwert sind top, das ehrenamtliche Engagement und die Stimmung ebenfalls, sagt Rolf Hackbarth (SPD). Das "Alte Rathaus" möchte der Ortsbürgermeister als identitätsstiftend erhalten - ein Ortsspaziergang durch Letter.

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Seit 59 Jahren ist Rolf Hackbarth in Letter zu Hause. Dialog und Identität sind für den SPD-Ortsbürgermeister wichtige Themen, weshalb er Letters "Altes Rathaus" auf jeden Fall erhalten möchte.

Quelle: Chadde

Letter. Rolf Hackbarth (59) ist es wichtig, ein offenes Ohr für die Belange der Letteraner zu haben. Was in seine Ohren dringt, sind Themen wie die Entwicklung der Infrastruktur, die Verkehrsbelastung und Hundekot. Es ist nicht alles glänzend in Letter. "Ich mache mir beim Ortstermin am liebsten ein eigenes Bild und spreche mit den Leuten", sagt Hackbarth. Seine zugängliche Art kommt an. Er ist gerade für seine zweite Amtszeit bestätigt worden.

Gratuliert Hackbarth Letteranern zu runden Geburtstagen, erfährt er oft besonderes über den Ort, in dem er selbst seit 59 Jahren zu Hause ist. "Heinrich Tiefuhrs Letter-Chronik 'Geschichte und Geschichten' habe ich zu Verwandten nach Australien geschickt, jetzt bekam ich selbst wieder eine geschenkt", freut er sich über die unverhoffte "Bumerang"-Gabe und ergänzt beim Blick entlang der Straße Im Bauverein: "Heinrich Tiefuhr wohnte übrigens gegenüber".  Eine typische "Hacki"-Geschichte vom Geben, Nehmen und vom Vernetzt sein.

"Den Zeitaufwand für das Ehrenamt hatte ich kleiner eingeschätzt", gesteht Letters Ortsbürgermeister. Aber als Schülersprecher und Mitarbeiter im örtlichen Jugendzentrum setzte er sich schon in jungen Jahren gerne für andere ein. Das geht vielen Einwohnern ähnlich, denn in Letter wird Ehrenamt wirklich groß geschrieben. Bei der Vereinsaufzählung will Rolf Hackbarth keinen vergessen, aber die jeweiligen Jahresversammlungen füllen den kompletten Januar aus. Gesellige Treffen organisiert sich die Ortsgemeinschaft "wie auf einem Dorf" selbst: zu Maibaumparty, Flohmarkt, Bürgerpicknick, Kastanienfest und Weihnachtsmarkt strömen die Gäste, während die Regie fest in der eigenen, letterschen Hand liegt.

"Der Kastanienplatz ist unser Glücksfall und seit 40 Jahren gut besuchter Treffpunkt", sagt Hackbarth und freut sich über ein Herzstück des Ortes. Auch den alten Ortskern mit Kirche, Schule, Fachwerkhäusern und Altem Rathaus möchte er als identitätsstiftenden Bereich unbedingt bewahren. Zumal das Alte Rathaus intensiv genutzt wird. "Wir werden uns dafür stark machen", so Hackbarth, der mit "wir" alle meint und nicht nur seine Parteigenossen. Genau das scheint sein Erfolgsrezept.

Von PATRICIA CHADDE

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