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Seniorenbeirat wird nächstes Jahr gewählt

Seelze Seniorenbeirat wird nächstes Jahr gewählt

Per Brief wird vom 24. April bis 9. Mai ein Seniorenbeirat gewählt. Der Seniorenbeirat ist ein seit Jahren immer wieder vorgetragener Wunsch des Seniorenrates Stadt Seelze, der sich jedoch nicht aus gewählten Vertretern zusammensetzt, sondern aus Delegierten diverser Organisationen.

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Der Kirchwehrener Hans Werner Weiss freut sich auf die Wahl für den Seniorenrat.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Ursprünglich sollte der Seniorenbeirat nach einem Antrag der SPD-Fraktion bereits bei der Kommunalwahl am Sonntag gewählt werden. Die Verwaltung hatte jedoch betont, dass aus wahlorganisatorischen und -rechtlichen Gründen nur eine Briefwahl möglich sei. Diese könne nicht parallel zur Kommunalwahl laufen. Weil die Verwaltung eine dreimonatige Nachbereitungsphase der Kommunalwahl geltend machte, kann erst danach mit den Vorbereitungen der Wahl des Seniorenbeirates begonnen werden. Wahlberechtigt sind alle Seelzer ab 60 Jahren. Die Senioren können mit Erhalt der Wahlunterlagen ihre Stimme abgeben und hätten somit vier Wochen Zeit für die Wahl. Die Stimmen sollen dann am 10. Mai ausgezählt werden.

Die Wahl ist für den Seniorenrat Stadt Seelze ein Erfolg. Die aus Delegierten bestehende Seniorenvertretung setzt sich bereits seit Jahren für eine Wahl des Gremiums ein, weil sie sich davon eine größere Legitimität verspricht. Der Seelzer Seniorenrat war bei seiner Gründung vor 35 Jahren das erste Gremium für Ältere im ehemaligen Landkreis. Seit 2012 ist Hans Werner Weiss der Vorsitzende und wirbt seitdem unermüdlich für eine Wahl des Gremiums durch alle Senioren der Stadt. Die Stadtverwaltung hatte dies zunächst abgelehnt und auf die Altersstruktur des Rates verwiesen, mit der die Senioren genügend repräsentiert seien.

Per Antrag hatte zuletzt die SPD-Fraktion eine Wahl des Seniorenbeirates auf den Weg gebracht. Zwar gab es in der jüngsten Ratssitzung dafür eine deutliche Mehrheit, aber auch Gegenstimmen. Harald Temmler (FDP) meinte, dass die politischen Repräsentanten die Bevölkerung abbilden sollten. Doch junge Frauen und Vertreter der Altersgruppe von 25 bis 40 Jahren seien kaum vorhanden. Mit einem Seniorenbeirat würden die Älteren besser gestellt. Ihm fehlten die Rahmenbedingungen wie eine Satzung, er werde deshalb nicht zustimmen, sagte Ralf Marter (Die Grünen). Dagegen hielt Alfred Blume (SPD), dass der Seniorenrat hervorragende Arbeit leiste. Dies könnte durch eine Wahl unterstützt werden. "Der Seniorenrat nimmt uns Arbeit ab." Es fehle ein demokratischer Auftrag durch eine Wahl, ergänzte Heinrich Aller (SPD). Die Hälfte der Regionskommunen habe bereits Seniorenbeiräte. Der Erste Stadtrat Karsten Balzer sagte, dass der Rat dabei sei, sich selbst zu entwerten. Der Seniorenrat sei bereits im zuständigen Ausschuss vertreten und habe dort auch Antragsrecht. Die Mitwirkungsmöglichkeiten seien auf jeden Fall da.

Von Thomas Tschörner

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