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Polizei: Radfahrer bringen sich oft selbst in Gefahr

Seelze Polizei: Radfahrer bringen sich oft selbst in Gefahr

Autos müssen an Zebrastreifen nicht für Radler halten. Diese und weitere Verkehrsregeln sind nach Angaben von Polizeisprecher Ralf Hantke vielen Radfahrern unbekannt. Sie wissen nicht, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten sollen, sagt er. Die Polizei stellt Infomaterialien für Radler bereit.

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Ralf Hantke zeigt einige Flyer der Polizei für Radfahrer.

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. Unfälle mit Radfahrern sind keine Seltenheit, gelegentlich enden sie sogar tödlich wie jüngst in Neustadt. Die größten Probleme gibt es im Stadtgebiet von Seelze nach Angaben von Polizeisprecher Ralf Hantke mit innerörtlichen Unfällen. Am Montag war eine Radfahrerin auf dem Weg nach Letter an der Hannoverschen Straße durch eine Berührung gestürzt und hat sich Prellungen und Schürfwunden zugezogen. Anfang des Monats hatte eine Radfahrerin eine rote Ampel missachtet und kollidierte mit einem Auto. Die Radfahrerin wurde leicht verletzt. Zwei Gefahrenquellen sind Unwissenheit und Unachtsamkeit. Die Polizei kann dem abhelfen.

Sie stellt vielseitige Informationen zur Verfügung. Vier Handzettel mit Hinweisen für Radfahrer sind im Kommissariat an der Goethestraße 41 ausgelegt. Den Lesern werden Verkehrsschilder erklärt und Tipps zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr gegeben. Einige Flyer enthalten Hinweise über die technische Ausstattung für Rad und Fahrer, andere informieren über die Bußgelder, die bei Missachtung der Verkehrsregeln erhoben werden: 20 Euro kostet es einen Radler beispielsweise, wenn er ohne Licht fährt. 10 Euro werden fällig, wenn er innerorts auf der Straße fährt, obwohl ein Radweg ausgeschildert ist.

Hantke warnt Radfahrer außerdem vor dem Konsum von Alkohol. "Das Radfahren unter Alkohol ist nicht nur gefährlich, ab 1,6 Promille ist es auch eine Straftat", sagt er. In diesem Jahr wurden sechs Radfahrer angehalten, die alkoholisiert gefahren sind. Erschreckend sei für ihn, dass bei zwei Personen Werte um die drei Promille gemessen wurden, sagt Hantke.

"Wir sind bei Fragen jederzeit ansprechbar", betont Hantke. Die Kontaktbeamtin Melanie Schriefer, ehemals Melanie Haßlöcher, stehe als Ansprechpartnerin zur Verfügung und sei bereit, an Informationsveranstaltungen teilzunehmen. Sie besuche auch regelmäßig Schulen, um die Schüler über Verkehrsregeln aufzuklären und Fahrräder zu kontrollieren. Schriefer ist unter Telefon (05137) 827103 erreichbar.

Wie viele Radler sind an Unfällen beteiligt?

Nach Angaben von Polizeisprecher Ralf Hantke ist in der Unfallstatistik für Seelze in Bezug auf die Beteiligung von Radfahrern eine positive Entwicklung zu erkennen. Im Jahr 2014 waren im Seelzer Stadtgebiet 58 Radfahrer an Unfällen beteiligt. Ein Unfall endete tödlich, acht Radler wurden schwer und 39 leicht verletzt. Ein Jahr später registrierte diev Polizei 32 Unfällen mit Radfahrern. Drei wurden schwer, 24 leicht verletzt. Der Trend setzt sich in diesem Jahr fort. Im ersten Halbjahr waren 22 Radfahrer an Unfällen beteiligt. Drei Radfahrer erlitten dabei schwere, sechs Radfahrer leichte Verletzungen.

Von Rebecca Hürter

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