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Polizei lobt Stadt für Integrationslotsen

Seelze Polizei lobt Stadt für Integrationslotsen

Zwar hat die Stadt Seelze keine Wohnungen mehr für die Unterbringung von Flüchtlingen und stellt deshalb die ersten Mobil Homes auf, aus Sicht der Polizei gibt es durch die bereits in der Stadt lebenden Flüchtlinge aber keine Probleme.

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Kommissariatsleiter Thomas Wahrendorff (von links) zeigt Besuchern Werner Brzuska, Max Matthiesen, Gerold Papsch, Wolfgang Gail und Werner Huckschlag das Kommissariat.

Quelle: Tschörner

Seelze. Das Konzept der dezentralen Unterbringung habe sich bewährt, sagte Kommissariatsleiter Thomas Wahrendorff bei einem Besuch des CDU-Stadtverbandes, dem sich auch der Landtagsabgeordnete Max Matthiesen angeschlossen hatte. „Es gibt kein erhöhtes Straftatenaufkommen durch Flüchtlinge, noch nicht einmal die Zahl der Ladendiebstähle ist angestiegen.“

Wahrendorff zollte der Obentrautstadt großes Lob: Integrationslotsen und Sicherheitsberater für Senioren habe keine andere Stadt. Auch die Zusammenarbeit mit der Verwaltung sei gut, alles liefe über direkte Kontakte, etwa per Handytelefonat mit dem Ersten Stadtrat Karsten Balzer. „Alles ohne Vorzimmer, das gibt es woanders nicht.“

Das Polizeikommissariat an der Goethestraße hat es jährlich im Schnitt mit rund 2200 Straftaten zu tun, sagte André Butte, Leiter des Kriminalermittlungsdienstes (KED). Davon werden etwa 70 Prozent aufgeklärt – eine Quote, auf die das Kommissariat stolz ist. Denn die Aufklärungsquote liegt im Landesdurchschnitt bei rund 60 Prozent. Allerdings kann die gute Aufklärungsquote nicht bei allen Delikten gehalten werden. So werden von den durchschnittlich 59 Einbrüchen im Jahr etwa 25 Prozent aufgeklärt.

Einen stetigen Anstieg verzeichnet die Polizei bei den Verkehrsunfällen, sagte Ralf Hantke, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes (ESD). Wurden 2001 noch 451 Unfälle registriert, so waren es im vergangenen Jahr 622. Allerdings bliebe es meist bei kleineren Schäden, auch wenn 2013 und 2014 bei Unfällen jeweils ein Mensch ums Leben kam. Auf besonderes Interesse der Gäste stießen bei der Führung die beiden Arrestzellen, für die die Polizei eine Nutzungsgebühr von 100 Euro sowie weitere 75 Euro für den Transport in Rechnung stellt. Bei Beschädigungen kann sich der Betrag erhöhen.

Die meisten sind studiert

Im Polizeikommissariat Seelze arbeiten rund 50 Beamte. Die meisten haben ein dreijähriges Studium absolviert und einen Bachelor of Science, sagte Kommissariatsleiter Thomas Wahrendorff. Dies sei ein bemerkenswerter Ausbildungsstand, der in vielen Ländern der Welt seinesgleichen suche. Die Beamten teilen sich in zwei Gruppen: Den Einsatz- und Streifendienst (ESD) und den Kriminalermittlungsdienst. ESD-Leiter Ralf Hantke ruft die Bürger dazu auf, bei Verdachtsfällen immer anzurufen. „Ich höre oft: Wir wollten nicht stören.“ Die Polizei sei aber 24  Stunden im Dienst. Das Kommissariat verfügt über ein Budget von 180.000 Euro unter anderem für Miete, Strom und Reparaturen von Fahrzeugen. 

von Thomas Tschörner

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