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Unfallstatistik stellt Polizei zufrieden

Seelze Unfallstatistik stellt Polizei zufrieden

Die Seelzer Polizei ist mit ihrer Arbeit zufrieden. In fast allen Bereichen der am Freitag veröffentlichten Unfallstatistik können die Beamten rückläufige oder stagnierende Zahlen vorweisen. Polizeichef Thomas Wahrendorff führt das vor allem auf die stete Präsenz der Beamten auf den Straßen zurück.

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Thomas Wahrendorff und Ralf Hantke präsentieren die Unfallstatistik.

Quelle: Sandra Remmer

Seelze. Die Polizei in Seelze zeigt Präsenz. Und das hat offenbar positive Auswirkungen auf die Unfallstatistik. "Viele Überwachungsmaßnahmen werden von den Bürgern als lästig empfunden. Aber wir machen es trotzdem und die Zahlen geben uns recht", sagte Thomas Wahrendorff bei der jährlichen Präsentation der Unfallstatistik.

Insgesamt 606 Verkehrsunfälle hat die Seelzer Polizei im vergangenen Jahr aufgenommen, zwei weniger als im Jahr davor. Bei fast der Hälfte der aufgenommenen Unfälle (46,5 Prozent) handelte es sich um einfache Sachverhalte ohne Verletzte oder Straftaten und die beteiligten Fahrzeuge blieben fahrbereit. Auch die Zahl der aufgenommenen Wildunfälle ist von 49 im Jahr 2015 auf 40 im Jahr 2016 zurück gegangen. "Wildunfälle sind hier so gut wie kein Thema", sagte Polizeihauptkommissar Ralf Hantke. Erfreulich für die Polizei sei auch, dass sowohl im vergangenen als auch im Jahr davor niemand bei einem Verkehrsunfall getötet wurde. Reduziert hat sich auch die Zahl der Schwerverletzten bei Verkehrsunfällen. 15 Schwerverletzte verzeichnete die Polizei in Seelze 2015, im Jahr 2016 waren es zwölf Personen, die bei insgesamt zehn Unfällen schwer verletzt wurden. Allerdings verleitete der Bergriff Schwerverletzt oft zur Annahme falscher Tatsachen. "Dazu muss erklärend erwähnt werde, dass eine Person statistisch als schwerverletzt eingestuft wird, wenn sie nach dem Verkehrsunfall mindestens 24 Stunden in einem Krankenhaus verbleibt", erläuterte Hantke. Allein der Begriff sage noch überhaupt nichts über die tatsächliche Schwere der Verletzungen aus. Auch bei der Anzahl der Leichtverletzten kann die Polizei einen Rückgang melden, dabei hat sich die Zahl von 109 auf 99 reduziert. "Ein Rückgang von 9,2 Prozent", ergänzte Hantke erfreut.

Zu den besonderen Risikogruppen zählen für die Polizei sowohl Kinder unter 15 Jahren und Senioren älter als 65 Jahre. Sieben Kinder erlitten im Jahr 2016 leichte Verletzungen bei Verkehrsunfällen, im Vorjahr waren es neun. Bei den Senioren hat sich die Zahl von von 24 auf 25 erhöht, davon wurden vier schwer verletzt. Auch junge Kraftfahrer zwischen 18 und 24 Jahren gelten für die Polizei als Risikogruppe. Im Jahr 2016 erlitten aus dieser Gruppe elf leichte Verletzungen bei Verkehrsunfällen, im Jahr zuvor waren es 13.

Einzig die Zahl der Unfallfluchten stellt die Beamten nicht zufrieden, sie sind von 183 im Jahr 2015 auf 189 in 2016 gestiegen. "Auf lange Sicht steigt die Zahl der Unfallfluchten stetig an", sagte Wahrendorff. Um die Seelzer dafür zu sensibilisieren und in der Hoffnung auf Zeugen melde die Polizei jede angezeigte Unfallflucht an die Zeitung, ergänzte Hantke. In sieben der verzeichneten Fälle entfernte sich jemand unerlaubt vom Unfallort, obwohl es Verletzte bei den Beteiligten gab. Fünf diese Unfallflüchtigen konnten ermittelt werden, das entspricht einer Aufklärungsquote von 71,43 Prozent. Lediglich sieben Unfälle passierten unter Alkoholeinfluss. Insgesamt 37 Promillesünder erwischte die Polizei bei Kontrollen. Der höchste Wert bei den Kontrollen ergab 3,76 Promille bei einem Auto- und 3,32 Promille bei einem Fahrradfahrer. 2,13 Promille hat ein Fahrradfahrer, der an einem Unfall beteiligt war, 2,79 ein Autofahrer.

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