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Polizei warnt vor Einbrüchen

Seelze Polizei warnt vor Einbrüchen

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden. Denn viele Einbrecher schreiten im Schutz der Dunkelheit zur Tat. Es gibt einige Möglichkeiten, sich zu schützen: Seelzes Kontaktbeamtin Melanie Schriefer gibt Hinweise zur verhaltensorientierten Prävention.

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"Gekippte Fenster sind offene Fenster", sagt Melanie Schriefer. Die Kontaktbeamtin hinterlässt Seelzern, die ihr Haus nicht genügend vor Einbrüchen schützen, einen Zettel im Briefkasten.

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Seelze ist in den vergangenen Jahren angestiegen. Waren es 2014 noch 51, wurden 2015 laut Kriminalstatistik 72 Einbrüche angezeigt. Die Zahl der angezeigten Versuche kletterte von 25 auf 28. Die Aufklärungsquote lag 2015 bei nur 23,61 Prozent. "Es gibt wirksame Präventionsmaßnahmen", betont Melanie Schriefer. Die Bürger sollten sich nach Angaben der Kontaktbeamtin sowohl an technische als auch an verhaltensorientierte Maßnahmen halten, um Einbrüche zu verhindern.

Schriefer bietet beispielsweise für Vereine und Verbände auf Anfrage Infoveranstaltungen an. Die Menschen in Seelze sollten dafür sensibilisiert werden, dass sie nicht durch Nachlässigkeiten einen Einbruch erleichtern. "Man muss die Arbeitszeit des Täters erhöhen", sagt Schriefer.

Nach Angaben der Kontaktbeamtin ist es vor allem wichtig, dass ein Haus keinen unbewohnten Eindruck macht. Wenn beispielsweise Jalousien für lange Zeit heruntergelassen seien, würde den Tätern schnell klar werden, dass niemand zu Hause sei. Außerdem könnten Einbrecher durch Beleuchtungen im Innen- und Außenbereich abgeschreckt werden. In Mehrfamilienhäusern sollte vor allem darauf geachtet werden, dass die Haustür nur dann geöffnet wird, wenn der Besucher bekannt ist.

Auch für das Verhalten bei längerer Abwesenheit hat Schriefer einige Tipps: Briefkästen sollten regelmäßig geleert werden und Einstiegshilfen wie Leitern oder Mülltonnen nicht im Garten stehen. Schriefer warnt Urlauber auch davor, über die sozialen Netzwerke Informationen über ihren derzeitigen Aufenthaltsort zu veröffentlichen. Durch das Posten von aktuellen Urlaubsfotos können Einbrecher beispielsweise entscheidende Hinweise bekommen.

Eine große Bedeutung weist Schriefer bei der Vermeidung von Einbrüchen der Nachbarschaftshilfe zu. "Wir sind darauf angewiesen, dass die Nachbarn aufmerksam sind", sagt die Kontaktbeamtin. Bei auffälligen Beobachtungen sollte die Polizei sofort über den Notruf 110 verständigt werden. Dabei gelte immer: Lieber einmal zu viel anrufen, als einmal zu wenig.

Hier erhalten Sie Infos zur Einbruchsprävention

Im Polizeikommissariat Seelze liegen einige Broschüren mit Hinweisen und Empfehlungen zur Einbruchsprävention aus. Darüber hinaus bietet die Kontaktbeamtin Melanie Schriefer bei Veranstaltungen Informationsvorträge an.

Für Sonntag, 30. Oktober, laden die Stadt Seelze, der Präventionsrat und die Polizei Seelze zu einer Veranstaltung anlässlich des Tags des Einbruchschutzes ein. Bei der Veranstaltung wird Schriefer einen Vortrag halten. An einem Aufbruchfenster präsentieren Polizeibeamte, wie leicht ein Fenster von außen geöffnet werden kann. Von 15 bis 18 Uhr stellt außerdem der Verein Weißer Ring Informationen bereit.

Wer mehr über den Einbruchschutz erfahren möchte, kann sich zudem an die Zentralstelle Technische Prävention in Hannover wenden. Die Mitarbeiter kommen auf Anfrage ins Haus, weisen die Bewohner auf Risikobereiche hin und geben Tipps, wie sie einen Einbruch erschweren können. Erreichbarkeit: (0511) 109 1114; tech-praevention@pd-h.polizei.niedersachsen.de.

Von Rebecca Hürter

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