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Ein Eisenbahner aus vollem Herzen

Seelze Ein Eisenbahner aus vollem Herzen

Die Eisenbahn ist sein Leben. Auch wenn Wolfgang Quabs selbst kein Lokführer wurde, seine Passion gilt den Zügen. So hat er die Loks mit seiner Kamera festgehalten und diese Bilder nun in der Hannoverschen Straße ausgestellt.

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Wolfgang Quabs betrachtet die von ihm gemachten Fotografien des Brückenneubaus und verschiedener Lokomotiven.

Quelle: Remmer

Seelze. Die Verbundenheit zur Bahn wurde Wolfgang Quabs quasi in die Wiege gelegt. „Mein Vater war Lokführer, und eigentlich wollte ich das auch werden“, erzählt Quabs. Schon als kleiner Junge habe er an den Gleisen gestanden und die Züge bestaunt. Doch der Vater, wohlwissend um die negativen Seiten der Lokführertätigkeit, hielt von dem Berufswunsch seines Sohnes nichts. „Du kommst nicht auf die Lok“, hieß es damals, und Wolfgang Quabs akzeptierte dieses Verbot. Wechselschichten, Dunkelheit in den Lokschuppen, die ständige Belastung durch Staub, Russ und Kohle - für den Vater Grund genug, seinen Sohn in eine andere Richtung zu bringen. „Das war damals anders als heute. Die Eltern mussten den Lehrvertrag ja auch noch unterschreiben“, erklärt Quabs.

Also ab zu Riedel de Hahn statt auf die Schiene - 43 Jahre hat er dort gearbeitet. Doch losgelassen hat ihn das Thema Bahn nie. Und noch eine weitere Leidenschaft zeichnet den gebürtigen Seelzer aus: die Freude am Fotografieren. „1961 bekam ich meinen ersten Fotoapparat geschenkt“, erinnert sich Quabs. Damals begann der bekennende Eisenbahnfan damit, Lokomotiven und Züge zu fotografieren. Mit Aufkommen der Spiegelreflexkameras in den 70er-Jahren wurde auch die Qualität seiner Bilder immer besser. In den 80er-Jahren entstanden sind schließlich die Bilder, die derzeit in dem Schaukasten an der Hannoverschen Straße zu sehen sind. Die gerahmten Bilder zeigen stets die alte Brücke mit verschiedenen Loktypen und Zügen. „Der Abriss und der Neubau der Eisenbahnbrücke haben mich darauf gebracht“, sagt der Pensionär. Hausinhaber Constantin Meyer fand die Idee gut und signalisierte grünes Licht. Das Wolfgang Quabs der nächtlichen Aktion beiwohnte, als die neuen Brückenteile in aufwendiger Bauarbeit eingesetzt wurden, versteht sich da von selbst.

Neben Fotografie und Eisenbahn sammelt Quabs auch alte Lokomotivschilder. „1967, als der gesamte Lokbestand neu durchnummeriert wurde, konnten Sammler viele Schilder ergattern“, berichtet der Eisenbahnfreund. Teilweise seien sogar ganz alte aus den 20er Jahren dabei gewesen. Wer solche Schilder abgeben möchte, kann sich unter Telefon (0 57 21) 92 79 85 bei Wolfgang Quabs melden.

Von Sandra Remmer

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