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EliSe füllt sich mehr und mehr mit Leben

Seelze EliSe füllt sich mehr und mehr mit Leben

Zu Beginn des Jahres haben sich die Kirchengemeinden Harenberg, Kirchwehren, Letter, Lohnde und Seelze mit dem Projekt "EliSe" (Eltern in Seelze) zusammen getan. Zielgruppe sind junge Eltern. Nun füllt sich das Projekt zunehmend mit Leben. Erstes konkretes Angebot sind zwei Rückbildungskurse.

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Detlef Bähre (von links),Yvonne Stahl, Eva-Maria Zimmermann, Isabell Pabst, Stephanie Wicht, Karl-Ludwig Schmidt und Thekla Aissen.

Quelle: privat

Seelze. Montagabend und Freitagvormittag ist Hebamme Stephanie Wicht fortan zu Gast im Gemeindehaus von St. Martin, um junge Mütter nach der Entbindung bei der Rückbildung anzuleiten. Dabei können die Mütter sich zwischen einem Kurs mit und einem ohne Baby entscheiden. "Das ist insbesondere für Alleinerziehende wichtig", erklärt Isabell Pabst vom Kirchenvorstand St. Martin. Und die seien laut dem Sozialbericht der Region Hannover in Seelze vermehrt zu finden. "Im kommenden Frühjahr ist auch ein Geburtsvorbereitungskurs geplant", verriet Stephanie Wicht in einem Gespräch am Montagabend, zu dem auch Superintendent Karl-Ludwig Schmidt gekommen war.

Entstanden ist die Idee der EliSe aus vielen Gesprächen in den kirchlichen Krabbelgruppen. "Da haben wir oft von Eltern gehört, dass sie Fragen oder Probleme haben", berichtet Pabst. Und das durchweg in allen Stadtteilen. Mit dem EliSe-Projekt wollen sie eine gemeinwesenorientierte Quartiersarbeit leisten, die sich an alle Eltern richtet - unabhängig von derer persönlicher Lebens- oder Einkommenssituation. Was mache ich, wenn mein Kind krank ist? Was ist gesunde Ernährung? Wann ist die richtige Zeit für Beikost gekommen? Wie erziehe ich mein Kind richtig? Das alles seien Fragen, mit denen sich junge Eltern konfrontiert sehen - und das nicht nur beim ersten Kind. "Jedes Kind ist anders" erklärt Isabell Pabst. Das bestehende Angebot der EliSe soll daher auch weiter ausgebaut werden und sich dann an Eltern von Kindern von null bis sechs Jahren richten. Im Herbst wird es einen Workshop unter Anleitung einer Ergotherapeutin zum Thema "Kinder brauchen Grenzen" geben. Außerdem ist ein Kochkurs geplant, bei dem eine Ökotrophologin gemeinsam mit den Eltern kochen und dabei Wissenswertes über Kinderernährung vermitteln will. 

Ein weiterer Teil des Angebots ist der Verein Lichtermensch, der sich an Opfer häuslicher Gewalt richtet. Jeden Freitag von zehn bis 14 Uhr wird Eva-Maria Zimmermann dann ein offenes Ohr bieten. Zudem wird ein Notfalltelefon eingerichtet, das eine 24-Stunden-Erreichbarkeit garantiert. "Häusliche Gewalt kann zu jeder Tages-und Nachtzeit auftreten und hält sich nicht an Sprechzeiten", erläutert Isabell Pabst.

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