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Qualle-Bad bleibt erhalten

Letter Qualle-Bad bleibt erhalten

Das Qualle-Bad wird nicht aufgegeben. Der Rat der Stadt nahm die von der Stadtverwaltung für den Erhalt der Stabilisierungshilfe geplante Schließung aus der Sparliste heraus. Außerdem stellte er Geld für die Sanierung in Aussicht.

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Gute Aussichten: Alle Fraktionen im Rat der Stadt wollen das Qualle-Bad in Letter erhalten.

Quelle: Remmer

Seelze. Mitglieder des Fördervereins Qualle händigten vor Beginn der Ratssitzung den Politikern liebevoll verpackte kleine Tüten mit einem Schutzengel und einem Engel aus Schokolade aus. Dabei zeigte sich der Rat der Stadt in der Sitzung als Schutzengel für die kleine Schwimmhalle in Letter: Bis auf Bürgermeister Detlef Schallhorn stimmten die Ratsmitglieder für den Erhalt der Einrichtung. Die von der Verwaltung vorgesehene Aufgabe ist aus der Liste der Sparmaßnahmen für den Erhalt der Stabilisierungshilfe vom Land herausgenommen worden.

Dieser Schritt zeichnete sich bereits vor Wochen ab. Eine Fraktion nach der anderen sprach sich dafür aus, dem Verwaltungsvorschlag nicht zu folgen. Die geplante Schließung hatte im Ortsteil zu erheblichen Protesten geführt. Vereine und Bürger kämpften für den Erhalt des Bades.

Die Stadt wollte mit ihrer Maßnahme jährlich den Zuschuss von 115.000 Euro an den Förderverein einsparen und auch keinen Cent mehr für eine erforderliche Sanierung ausgeben. Für den zweiten Punkt hat es auch eine Lösung gegeben: Bereits in der Sitzung des Rates im November hatte das Gremium einen Förderantrag an den Bund gebilligt. Mit Glück erhält die Stadt einen Zuschuss von 90 Prozent der Ausgaben. Laut einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten kostet die Sanierung rund drei Millionen Euro. Der Förderverein geht jedoch nur von rund 300.000 Euro aus.

Der Rat hat nun am Donnerstag einerseits 300.000 Euro in den Haushalt 2016 eingestellt und mit einem Sperrvermerk versehen. Die Summe entspricht dem Eigenanteil der Stadt, wenn der Bund sich mit 2,7 Millionen Euro an der Sanierung beteiligt. Sie wird über einen Kredit finanziert. Der Kapitaldienst beträgt von 2017 bis 2020 jährlich 23.500 Euro.

Alternativ stellt die Stadt 2016 250.000 Euro zur Verfügung für notwendige Maßnahmen zum Erhalt des Bades. Auch diese Summe ist mit einem Sperrvermerk versehen. Die Kreditzinsen betragen jährlich 2500 Euro.

Von Treeske Hönemann

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