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Qualle: Rat stimmt für Förderantrag

Seelze Qualle: Rat stimmt für Förderantrag

Das Qualle-Bad in Letter schließen - wie die Stadtverwaltung es will - oder erhalten und sanieren - was sich die Nutzer und viele Letteraner wünschen: Die Zukunft der Schulschwimmhalle hat in der Bürgerfragestunde der Ratssitzung zu einem teilweise emotional geführten Schlagabtausch geführt.

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Gymnasiastin Sarah Scholl überreicht Bürgermeister Detlef Schallhorn (rechts) und dem Ratsvorsitzenden Gerold Papsch mehr als 200 Bilder, die Kinder für den Erhalt des Qualle-Bads gemalt haben.

Quelle: Treeske Hönemann

Seelze. So voll wie am Donnerstagabend war es in einer Ratssitzung selten. Viele Zuhörer waren gekommen, um zu verfolgen, wie es mit dem Qualle-Bad weitergeht. Achim Golinski vom Vorstand des Fördervereins Qualle überreichte Bürgermeister Detlef Schallhorn Listen mit 6000 Unterschriften für den Erhalt des Bades.

„Machen Sie die Lebensqualität in Letter nicht kaputt“, warb Matthias Stehr, Schwimmspartenleiter der SG Letter 05, dafür, das Bad nicht zu schließen. „Bitte lassen Sie unser Qualle-Bad am Leben“, insistierte Gerda Müller, die in der Schwimmhalle Wassergymnastik macht, und erhielt dafür jede Menge Applaus. Eltern und Schüler setzten sich dafür ein, dass Schulschwimmen in Letter weiterhin möglich ist.

Schallhorn stellte sich den Fragen. „In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Einerseits will ich alles dazu beitragen, dass es die Qualle gibt. Andererseits muss ich als Bürgermeister möglichst viele Interessen unter einen Hut bringen.“ Um die Stabilisierungshilfe des Landes von mehr als 22 Millionen Euro zu erhalten, sei die Verwaltung bei den Sparvorgaben von 3 Millionen Euro jährlich bei den Steuererhöhungen bis an die Schmerzgrenze gegangen. Ein Sanierungsaufwand von rund 3 Millionen Euro für das Bad sei nicht unerheblich. „Als Bürgermeister muss ich die Zukunft der Stadt so ausrichten, dass unsere Kinder noch eine lebenswerte Infrastruktur finden. Sonst ist die Perspektive der Stadt zappenduster.“

Die Stadt hatte bereits Mitte November einen Förderantrag zur Sanierung des Bades an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Bau geschickt. Der Rat hat am Donnerstag das Vorgehen einstimmig gebilligt. Die Stadt könnte bis zu 90 Prozent der Ausgaben erhalten. Schallhorn ist skeptisch, ob das klappt. Allein 100 Kommunen aus Niedersachsen hätten sich an das Ministerium gewandt.

Bis zur Sitzung im Dezember hat der Rat den Beschluss des Ausschusses für Bildung und Freizeit zurückgestellt, trotz des Förderantrags vorsorglich 3 Millionen Euro im Haushalt der Stadt für die Sanierung vorzusehen. Der Förderverein Qualle geht selbst nur von Ausgaben von rund 300 000 Euro für die Modernisierung aus.

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Von Redakteur Treeske Hönemann

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