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Rangierbahnhof zeigt Schülern Berufsmöglichkeiten

Seelze Rangierbahnhof zeigt Schülern Berufsmöglichkeiten

Sichere Arbeitsplätze bietet Seelzes Rangierbahnhof nach Einschätzung des Leiters Stefan Drescher. "Der Logistikmarkt ist am Expandieren, deswegen werden auch wir wachsen", sagte Drescher beim Zukunftstag vor Schülern. DB Cargo biete viele Ausbildungsmöglichkeiten und zudem gute Aufstiegschancen.

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Seltene Gelegenheit: Die Schüler können von oben einen Blick in den Maschinenraum der E-Lok werfen.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Der Rangierbahnhof Seelze ist einer der größten in Norddeutschland und ein Betrieb, der in der Obentrautstadt seinesgleichen sucht: 160 Kilometer Gleise, 302 Weichen und 7 Stellwerke verteilen sich auf einer Länge von 5 Kilometern, aber "nur" 400 Metern Breite. Auf den 36 nebeneinander liegenden Gleisen können rund 3500 Eisenbahnwaggons täglich zu neuen Zügen zusammengestellt werden. Vor den mehr als 20 Jungen und Mädchen, die beim Zukunftstag am Donnerstag den Betrieb besucht haben, nennt Drescher den Rangierbahnhof deshalb auch Zugbildungsanlage. Im Schnitt dauert es dreieinhalb Stunden bis die Wagen eines ankommenden Zuges neu zusammengestellt wird und der neue Zug nach einer umfangreichen Sicherheitsüberprüfung wieder abfahren kann.

"Logistik ist sehr gefragt, in allen Variationen", erklärt Drescher den Schülern. Dies veranschaulicht er am Beispiel einer in China gefertigten Spielkonsole, die über den Seeweg nach Deutschland und dann über Schiene und Straße ins Kaufhaus gelangt. Dies sei aber nur die eine Seite. Denn möglicherweise müssten erst noch Rohstoffe oder einzelne Bestandteile des Geräts in die chinesische Fabrik gebracht werden - ebenfalls eine Aufgabe für Logistiker.

Entsprechend vielfältig sind die Ausbildungsmöglichkeiten am Rangierbahnhof in Seelze. Eisenbahner im Betriebsdienst können sich zu Triebfahrzeugführern im Streckendienst oder Disponenten, die Züge zusammenstellen und den Personaleinsatz planen, weiterbilden. Dazu werden Kaufleute und Mechatroniker für die Lok-Werkstatt ausgebildet. Und auch Ingenieure werden gebraucht.

Weil die Büro-Berufe weniger spektakulär sind, schauen sich die Schüler auf den Gleisanlagen um. In der Lok-Werkstatt sind nicht nur die Fahrzeuge groß, sondern auch die Werkzeuge. Welcher Autoschrauber hat schon einen 85er Maulschlüssel im Keller? Die Lokomotiven sind zudem robust. Ältere Modelle halten rund 60 Jahre, bei einer Laufleistung von jährlich 300.000 bis 350.000 Kilometern pro Jahr. "Neuere Baureihen schaffen das nicht mehr, sie halten 30 bis 35 Jahre", sagt Karsten Lange, Gruppenführer in der Lok-Werkstatt.

Die Rangierlok BR 294 kann auch per Funk ferngesteuert werden, erklärt Lokführer Peter Jaffke an einer weiteren Station. Das Fahrzeug mit einer Leistung von 1360 PS hat eine Start-Stopp-Automatik, um Diesel zu sparen.

Rund 700 Mitarbeiter hat der Rangierbahnhof. "Das Durchschnittsalter liegt bei 50 bis 52 Jahren", sagt Drescher. Von dem demografischen Wandel könnten die heutigen Schüler profitieren. "Alle, die jetzt anfangen, haben viele Chancen."

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Von Thomas Tschörner

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