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Rat ebnet Weg für IGS in Seelze

Seelze Rat ebnet Weg für IGS in Seelze

Am Schulzentrum in Seelze wird eine Integrierte Gesamtschule (IGS) errichtet. Das hat der Rat der Stadt Seelze am Donnerstagabend mit den Stimmen der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen beschlossen.

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Bereits vor einigen Jahren war eine IGS in Seelze im Gespräch.

Quelle: Symbolbild

Seelze. Die CDU/FDP-Gruppe sowie Bürgermeister Detlef Schallhorn warben dagegen dafür, erst in einem Arbeitskreis diverse offene Fragen zu klären. Die IGS soll zum 1. August 2017 den Betrieb aufnehmen und auf Antrag der Grünen als Ganztagsschule geführt werden. Die derzeit im Schulzentrum vorhandene Hauptschule soll ebenso wie die Realschule zum 1. August 2017 aufgehoben werden.

„Wieder gibt die SPD mit den Grünen den Takt vor, und wieder ist die CDU konservativ“, sagte Johannes Seifert (SPD). Jetzt müsse zum Wohl der Kinder gehandelt werden, die Stadt dürfe nicht wieder Jahre warten. Während viele andere Kommunen längst eine IGS hätten, klaffe in Seelze ein schwarzer Fleck in der Schullandschaft.

Werner Huckschlag (CDU) mahnte dagegen zu einer gründlicheren Vorbereitung. Der Beschluss sei weitreichend und verändere eine über Jahre bestehende Schullandschaft. Dabei sollten alle mitgenommen werden, zumal die Kosten nicht bekannt seien. Vor einer Entscheidung sollten die Fakten geklärt werden. „Diese Reihenfolge ist in diesem Rat auch sonst üblich“, sagte Huckschlag. Es gebe nach wie vor viele Baustellen, wie unter anderem das Alte Rathaus, die Umsetzung der Inklusion und auch die Ganztagsgrundschulen hätten noch nicht richtig begonnen, rügte Harald Temmler (FDP). Diese Hausaufgaben sollten erst einmal gemacht werden.

Alle Fragen könnten im Dialog nach dem Antrag im Rat gelöst werden, warb Frank Joosten (Die Grünen) für eine Entscheidung. Die Zeit sei ausreichend. Bürgermeister Detlef Schallhorn kritisierte, dass eine Entscheidung getroffen werde, bevor die Kosten bekannt seien.

Dies ließ Erhard Klein (SPD) nicht gelten. „Dies ist eine weitreichende Änderung der Schulform - nicht mehr und nicht weniger“, sagte er. Nach dem Antrag beim Land werde eine Planungsgruppe eingerichtet und das pädagogische Konzept erarbeitet. Dafür sei ohnehin das Land zuständig. Erst dann ginge es um eventuelle bauliche Veränderungen im Schulzentrum, die die Stadt als Schulträger finanzieren müsse.

Vorgaben wurden 2010 nicht erfüllt

Nach dem Beschluss des Rates muss die Verwaltung bis spätestens 31. Oktober 2016 einen formgerechten Antrag zur Errichtung einer Gesamtschule im Schulzentrum Seelze bei der Landesschulbehörde stellen. Für die Stadt ist es ein erneuter Anlauf:

Bereits vor einigen Jahren war eine IGS im Gespräch. Bei einer Befragung votierten aber 2010 nicht genügend Eltern für dieses Schulmodell. Lediglich 131 Eltern der Viertklässler favorisierten eine IGS, im dritten Jahrgang waren es 114 Eltern, im zweiten 112 und im ersten Schuljahr 99 Eltern, die ihr Kind gern auf eine IGS geschickt hätten. Die Landesschulbehörde machte damals jedoch 130 Willensbekundungen pro Jahrgang zur Voraussetzung. Auch die Bedingungen, um überhaupt eine IGS errichten zu können, waren wie die Fünfzügigkeit für die Stadt kaum erfüllbar.

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