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Rat lehnt den Leinebogen ab

Seelze Rat lehnt den Leinebogen ab

Mit großer Mehrheit hat sich der Rat gegen den sogenannten Leinebogen ausgesprochen. Der Verein Leinebogen will aber weiter an den Planungen für eine künstliche Seenlandschaft zwischen Hannover, Garbsen und Seelze arbeiten.

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Ein Plan der geplanten künstlichen Seenlandschaft Leinebogen.

Quelle: Sabine Erdbrink

Seelze. Der Rat der Stadt Seelze sprach sich am Donnerstagabend für den Erhalt der Naherholungsflächen und der Kulturlandschaft im Bereich des Leinebogens aus. Dieses Votum ist gleichzeitig eine Absage an den Verein Leinebogen, der in der Leineaue zwischen Hannover, Seelze und Garbsen eine künstliche Seenlandschaft anlegen will. Vorgesehen ist eine Wasserfläche von etwa 600 Hektar sowie ein Uferbereich von 300 Hektar, in dem auch Wohnungen gebaut werden sollen. Die Wohnungen sollen die Kosten von rund zwei Milliarden Euro zu 90 Prozent refinanzieren. Der Verein Leinebogen hatte zudem betont, dass das Projekt nur mit dem Einverständnis der betroffenen Kommunen möglich sei.

„Wir haben noch eine Anhörung bei der Region“, sagte gestern Walter Richter, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Leinebogen. Den Beschluss aus Seelze gegen das Projekt sieht er relativ gelassen. „Nichts ist für ewig.“ Der Verein wolle ja auch nicht morgen anfangen zu buddeln und habe deshalb noch Zeit, Überzeugungsarbeit zu leisten. „Das Projekt ist auf lange Zeit angelegt, und in zwei Jahren ist wieder Kommunalwahl“, sagte Richter.

Er habe allerdings schon gedacht, dass die aktuelle Hochwassersituation die Leute nachdenklich gemacht hätte. Denn der Leinebogen hätte die Lage wesentlich entspannt, wichtige Zufahrtsstraßen würden bei einer Verwirklichung des Projekts frei bleiben und müssten nicht gesperrt werden. Der Verein werde jetzt weiter prüfen und auch weitere Gutachten erstellen lassen.

Einer der wenigen Seelzer Kommunalpolitiker, die den Leinebogen nicht abgelehnt haben, ist Bürgermeister Detlef Schallhorn. „Dies war eine Entscheidung, bevor die Fakten auf dem Tisch lagen“, sagte der Bürgermeister gestern. Es sei legitim, dass dem Rat der Erhalt der Natur und der Umweltschutz wichtiger seien. Er hätte es aber durchaus interessant gefunden, mehr über zwei trockene Straßen zu erfahren.

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