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Ein Notrufsystem ist das erste Ziel

Seelze Ein Notrufsystem ist das erste Ziel

Gerade ist Rene Corterier wieder zu Hause angekommen. 14 Tage Kenia liegen hinter ihm. Doch Dedensens Ortsbrandmeister hat keinesfalls Urlaub am Äquator gemacht. Gemeinsam mit der Hilfsorganisation Pro Kapsogo hilft er beim Aufbau eines Feuerwehr und Rettungssystems in dem Entwicklungsland.

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Die Kenianer haben den Gast aus Deutschland herzlich empfangen und viel von ihm gelernt.

Quelle: Remmer

Dedensen/Kabarnet. "Das kann man überhaupt nicht vergleichen", sagt Rene Corterier in Hinblick auf  die Unterschiede im deutschen und kenianischen Feuerwehrsystem. Und bei seinen Erzählungen und Betrachten der Fotos wird schnell deutlich, auf welch hohem Niveau sich unser Feuerwehrsystem befindet. Das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr im Department Baringo beispielsweise ist so alt, das es keine Ersatzteile mehr dafür gibt.

Aber das ist den Ausbildern aus Deutschland nicht so wichtig. "Wir richten unsere Ausbildung nach dem, was wir vor Ort haben", erklärt Corterier. So wurden Löschangriffe mit sogenannten B-Schläuchen geübt, anstatt mit den üblicherweise in Deutschland verwendeten C-Schläuchen, die einen anderen Durchmesser haben. "Wir haben mit den afrikanischen Kollegen einen Schnellangriff geübt. Hinterher waren sie unglaublich stolz, was sie gelernt hatten", berichtet der Ortsbrandmeister erfreut.

Doch nicht nur bei der Feuerwehr vor Ort, auch im Rathaus und in dem Hotel, in dem Corterier die gut zwei Wochen verbracht hat, waren Tipps zum Thema Brandschutz und dem richtigen Verhalten im Alarmfall gefragt. "Bei meinem Besuch im Rathaus habe ich Hydranten entdeckt, die trocken gelegt waren", erzählt Rene Corterier. Groß sein die Verwunderung gewesen als die Afrikaner hörten, dass diese Hydranten so nichts taugen. "Hakuna Matata, dieses Lebensmotto gibt es wirklich", sagt der Feuerwehrfachmann. Teilweise sei das etwas stressig gewesen, aber dem Spaß an der Unterstützung und dem Gefühl, wirklich Hilfe zur Selbsthilfe geben zu können, habe das keinen Abbruch getan. Im Hotel seien die Mitarbeiter froh und sehr interessiert daran gewesen, etwas zum Thema Brandschutz und Prävention zu lernen.

"Unser nächstes Ziel ist es, eine zentrale Rettungsleitstelle einzurichten. Es gibt dort kein Alarmierungssystem", schildert Corterier die Situation. Deswegen käme die Feuerwehr in Kabarnet häufig auch viel zu spät, was zusätzlich durch den schlechten Zustand der Straßen und die bergige Gegend gefördert werde. Für Rene Corterier steht zumindest fest, dass sein Einsatz in Afrika nicht einmalig bleiben soll. "Ich plane, nächstes Jahr im Oktober wieder dorthin zu fliegen", verrät der 25-jährige. 

Wer die Organisation "Pro Kapsogo" unterstützen möchte, kann sich unter Telefon 0162 2795068 an Rene Corterier wenden. Es gibt auch die Möglichkeit, eine E-Mail an info@fd-baringo.com zu schreiben. Gesucht sind nicht nur Feuerwehrleute, sondern auch Fachkräfte aus dem medizinischen Bereich. Wer die Kenianische Feuerwehr finanziell unterstützen möchte, kann dies unter folgender Bankverbindung tun:

Augusta Bank eG Augsburg, BIC: GENODEF1AUB, IBAN: DE56 7209 0000 8004 6226 85. Verwendungszweck: Eine Feuerwehr für Kenia.

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Von Redakteur Sandra Remmer

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