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Aller klagt über hohes Tempo in Nebenstraßen

Seelze Aller klagt über hohes Tempo in Nebenstraßen

In einer Anfrage an den Bürgermeister beklagt SPD-Ratsherr Heinrich Aller zu hohe Geschwindigkeiten in den Nebenstraßen, die zur Kristall-Therme in Seelze führen. Aller wirft der Verwaltung vor, auf Hinweise und der Forderung nach Ortsterminen nicht zu reagieren. Die Stadt weist die Kritik zurück.

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Der Weg zur Kristall-Therme führt durch die Straße An der Junkernwiese, die wiederum von der Bremer Straße oder der Humboldtstraße aus erreichbar ist.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Der SPD-Ratsherr spricht in seinem Schreiben an Bürgermeister Detlef Schallhorn von zahlreichen und immer wieder vorkommenden Verstößen gegen das Tempolimit von 30 Stundenkilometern im Bereich Humboldtstraße - An der Junkernwiese - Grand-Couronne-Allee - Bremer Straße und Brüggefeld. Dazu käme die zunehmende Nutzung der Anliegerstraßen von der Kreuzung Hannoversche Straße/Humboldtstraße bis zu den Anschlüssen an die Garbsener Landstraße in den Einmündungsbereichen Brüggefeld und Mühlenstraße als Schleichweg. "Überfordern Probleme im Straßenverkehr Stadtverwaltung, Verkehrsbehörden und Polizei?", hat Aller seinen Fragenkatalog überschrieben. Die Verkehrssituation, die nicht zuletzt in Zusammenhang mit der Verkehrserschließung der Kristall-Therme stünde, sei der Verwaltung bekannt. Schließlich habe die Verwaltung die Regelungen eingeführt, ohne die von Anliegern geforderten Maßnahmen vor Ort zu erörtern.

"Die Frage, ob die Probleme im Straßenverkehr die Stadtverwaltung, Verkehrsbehörde und Polizei überfordern, kann nur, auch im Namen der Polizei verneint werden", beantwortet Bürgermeister Detlef Schallhorn die Anfrage Allers. Die Stadt habe in fast allen Nebenstraßen Tempo-30-Zonen angeordnet. "Was anderen Orts noch als Modellversuch proklamiert wird, ist in Seelze bereits flächendeckend umgesetzt worden, so dass auf circa 80 bis 90 Prozent aller Seelzer Straßen Tempo 30 gilt." Sogenannte klassifizierte Straßen wie etwa die B 441, L 390, L 395 und K 356 könnten nicht in jedem Fall mit Tempo 30 beschildert werden, weil sie den überregionalen Verkehr aufnehmen und leistungsfähig wieder abfließen lassen müssten.

Pro Woche gebe es etwa fünf bis acht unterschiedliche Anregungen, Hinweise und Beschwerden zu Verkehrsthemen ein. Diese würden nicht nach Stadtteilen sortiert. Erfahrungsgemäß gebe es aber in den größeren Stadtteile eher Probleme als in den ländlich geprägten Ortschaften. Auf Wunsch organisiere die Verwaltung auch Ortstermine mit Polizei und Straßenbaulastträger - allerdings wegen der begrenzten personellen Kapazitäten nicht bei klarer Rechtslage. Anliegerbeschwerden werde regelmäßig nachgegangen, etwa auch mit dem Aufstellen von mobilen Geschwindigkeitsmessgeräten, heißt es in dem Antwortschreiben.

Polizei sieht keine Probleme: Die Verkehrssituation rund um die Kristall-Therme schätzt die Polizei insgesamt als eher unauffällig ein. In den vergangenen Jahren habe es dort keine Unfälle gegeben, bei denen Menschen verletzt wurden, sagte Thomas Wahrendorff, Leiter des Polizeikommissariats Seelze. Überwiegend gebe es in dem Bereich Bagatellunfälle, meist kleine Blechschäden auf dem Parkplatz an der Grand-Couronne-Allee. "Einen Brennpunkt können wir dort nicht erkennen", sagte Wahrendorff. Dass Straßen als Schleichweg genutzt werden, stehe ihrer Widmung nicht entgegen. Die Polizei setze ihre knappen Ressourcen deshalb lieber an Orten mit mehr Unfallgefahr ein. Wahrendorff betonte aber, dass das Unfallgeschehen in der Obentrautstadt deutlich unter dem Durchschnitt der Region Hannover liege.

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Von Thomas Tschörner

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