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SPD kämpft für Spielplatz am Westereschenfeld

Seelze SPD kämpft für Spielplatz am Westereschenfeld

Die Stadt Seelze will den Spielplatz am Westereschenfeld in Lohnde schließen, um Geld zu sparen. Damit ist die SPD im Ortsrat nicht einverstanden. Die Lokalpolitiker sind der Meinung, dass die Fläche erhalten werden muss, um das Wohngebiet für junge Familien attraktiv zu halten.

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Der Spielplatz am Westereschenfeld in Lohnde soll bleiben, finden die SPD-Mitglieder.

Quelle: Gerko Naumann

Lohnde. In der Vorlage der Stadt heißt es nüchtern, dass die Spielplätze im Stadtgebiet auf "ihre Entbehrlichkeit geprüft werden sollen". In Lohnde gibt es insgesamt sechs davon, der am Westereschenfeld erscheint der Verwaltung am ehesten als verzichtbar. Die 460 Quadratmeter große Fläche mit einem Sandkasten, einer Rutsche und einer Schaukel befindet sich mitten im Wohngebiet an der gleichnamigen Straße. Laut Statistik der Verwaltung wohnen dort nur noch zehn Kinder, die maximal zehn Jahre alt sind - und somit zur Zielgruppe gehören.

Deshalb soll die Fläche aufgegeben werden und nur noch als reine Grünfläche dienen. Das würde der Stadt jährlich 1500 Euro einsparen, heißt es in der entsprechenden Vorlage. Die Spielgeräte müssten nicht mehr repariert und notfalls ausgetauscht werden. Außerdem würden die Ausgaben für die Grünpflege sinken, heißt es aus dem Rathaus. Das so geparte Geld käme "zum Teil anderen Einrichtungen zugute".

Aus der SPD-Fraktion im Ortsrat regt sich nun Widerstand gegen diese Pläne. Ortsbürgermeister Wilfried Nickel und seine Mitstreiter haben sich deshalb auf eine Fahrradtour begeben und sich alle sechs Spielplätze im Ort genau angesehen. "Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass keine der Flächen verzichtbar ist", lautet Nickels Fazit. Das gelte auch für den Spielplatz am Westereschenfeld.

Es sei zwar richtig, dass dort überwiegend ältere Menschen leben, sagt der Ortsbürgermeister. Ein Generationswechsel hin zu jüngeren Familien habe aber bereits begonnen. "Die Siedlung ist im Wandel. Wenn wir wollen, dass sich Familien mit Kindern dort wohlfühlen, müssen wir den Spielplatz erhalten", sagt Nickel - und die anderen SPD-Ortsratsmitglieder stimmen ihm zu. Die hatten sogar zwei Expertinnen mitgebracht - die siebenjährige Julina und ihre achtjährige Freundin Mia. Die waren sich einig: "Wir finden den Spielplatz toll, hier können wir unsere Freunde treffen und schaukeln", sagt Mia.

Grundsätzlich sieht Nickel ein, dass Spielplätze teuer sind. Deshalb will sich die SPD-Fraktion in den nächsten Wochen zusammensetzten und selbst Vorschläge machen, an welchen Stellen die Stadt bei den Flächen in Lohnde Geld einsparen kann.

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Die Geräte auf dem kleinen Spielplatz sind noch gut in Schuss.

Quelle: Gerko Naumann

Von Gerko Naumann

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