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SPD wirbt für Wahlbeteiligung

Seelze SPD wirbt für Wahlbeteiligung

Die SPD will für eine höhere Wahlbeteiligung werben. Denn die sei in Seelze im Vergleich zu anderen Städten extrem niedrig. So haben bei der Stichwahl des Regionspräsidenten im vergangenen Jahr nur 16,4 Prozent der Seelzer ihre Stimme abgegeben. In der Gesamtstadt beteiligten sich damals 26,5 Prozent der Wähler.

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Heinrich Aller will mehr Wähler mobilisieren.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. In der "seit Jahren extrem niedrigen Wahlbeteiligung" in der Obentrautstadt sieht Aller ein grundsätzliches Problem. Besonders in den beiden großen Stadtteilen Seelze und Letter liege die Beteiligung deutlich unter der in den kleineren Stadtteilen. Als Beleg verweist der Sozialdemokrat auf die Stichwahl des Regionspräsidenten im Juni vergangenen Jahres, bei der die Wahlbeteiligung in der Gesamtstadt bei 26,5 Prozent lag, in Seelze und Letter jedoch nur bei jeweils 16,4 Prozent. Allerdings stieß die Stichwahl des Regionspräsidenten nicht nur in Seelze auf geringes Interesse: In Wunstorf wurde eine Wahlbeteiligung von 29,6 Prozent registriert, in Neustadt von 25,7 Prozent und in Garbsen von 26,6 Prozent. Im Garbsener Stadtteil Auf der Horst war die Beteiligung mit 16,1 Prozent sogar noch schlechter als in Seelze und Letter, in Berenbostel mit 22,2 Prozent nur wenig besser.

Auch die Beteiligung bei der Bürgermeisterwahl im vergangenen Jahr müsste viele Wahlberechtigte aufrütteln, ist Aller überzeugt. Insgesamt gaben nur 33 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Deutlich habe sich zudem abgezeichnet, dass die Briefwahl gegenüber der Stimmabgabe am Wahltag an Bedeutung gewinne.

Bei der Kommunalwahl 2011 gaben in der Obentrautstadt noch 50,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, mehr als in Garbsen (46,9 Prozent), Langenhagen (47 Prozent) und Wedemark (49,9 Prozent), aber deutlich weniger als in Neustadt (57,2 Prozent) und Wunstorf (54,3 Prozent). Aber auch die Beteiligung bei der Kommunalwahl blieb in den großen Stadtteilen Seelze (34,5 Prozent) und Letter (36,7 Prozent) unterdurchschnittlich - wie auch Auf der Horst (27,2 Prozent) und Berenbostel (34,4 Prozent).

 Für den Seelzer Ratsherren Heinrich Aller, der sich am 11. September erneut zur Wahl stellt, ein Alarmsignal. Der ehemalige Landtagsabgeordnete und niedersächsische Finanzminister will deshalb am Donnerstag, 18. August, ab 17.30 Uhr in der AWO-Senioreneinrichtung am Alten Krug versuchen, die Wähler zu mobilisieren. Unterstützt wird Aller dabei von Hans Werner Weiss, dem Vorsitzenden des Seniorenrates. Zur Sprache sollen dabei auch Themen wie "Wahlberechtigung von 16-Jährigen nur für die Kommunalwahl?" sowie "Direkte Ansprache von Neubürgern und EU-Bürgern". Außerdem will Aller über das Wahlverfahren informieren.

Von Thomas Tschörner

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