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Feierabend war erst um Mitternacht

Seelze Feierabend war erst um Mitternacht

Zeitdruck, Finanzkrisen und viel Verantwortung: Diese Woche erlebten 17 Elftklässler des Georg-Büchner-Gymnasiums am eigenen Leib, was es bedeutet, ein Unternehmen zu leiten.

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Die Schüler stellen als House-of-Company ihre Multifunktionsbrille vor.

Quelle: Fienemann

Seelze. Bei dem Chemieunternehmen Honeywell an der Wunstorfer Straße standen sie im Rahmen des Planspiels Management Information Game (MIG) vor der Aufgabe, eine digitale Multimediabrille zu entwickeln und anschließend zu vermarkten. Die Gymnasiasten aus Letter hatten die Chance, reale wirtschaftliche Zusammenhänge und Probleme kennenzulernen sowie sich durch verschiedene fachspezifische Seminare in Feldern wie Personal und Finanzen fachlich weiterzubilden. Jeder der Schüler hatte eine Funktion in seinem Unternehmen, vom Vorstand bis zum Personalchef.

„Ich habe einen ganz klaren Einblick ins Marketing bekommen. Die Schule hätte uns das nicht bieten können. Ich glaube, wir sind jetzt besser auf unsere Zukunft vorbereitet“, sagte die Schülerin Hanna Ackermann, die mit ihrer Gruppe das fiktive Unternehmen Innovine AG gegründet hat.

Am Donnerstagabend präsentierten drei Schülergruppen ihr entwickeltes Produkt vor Fachkräften von Honeywell, Gästen anderer Firmen, Studenten und Lehrern. In der Simulation fühlten diese als potenzielle Einkäufer den Schülern auf den Zahn, stellten Fragen und erkundigten sich nach technischen Details, Tragekomfort, Lieferkonditionen, Vertriebsmöglichkeiten und Werbekonzepten der Brillen. Die Schüler reagierten größtenteils souverän auf die Fragen und mussten über die passenden Antworten nicht allzu lange nachdenken. Sie hatten sich auch gut vorbereitet: Am Abend vor der Produktvorführung verließ die letzte Gruppe das Werksgelände erst um Mitternacht.

Mit einer Punktevergabe wurde danach abgestimmt, welches Unternehmen mit seiner selbst entwickelten Brille am meisten überzeugen konnte. Den Sieg fuhren die Inno-Glasses knapp vor den Unternehmen New Tech und House-of-Company ein.

„Die Schüler haben sich super geschlagen. Es ist toll, welche Eigendynamik, Leistungsbereitschaft und welchen Ehrgeiz sie entwickelt haben“, sagte Politiklehrer Johannes Habenbacher vom GBG. Insgesamt beeindruckte die Einkäufer vor allem das Expertenwissen und Grundverständnis der Gymnasiasten für die Technik.

„Es ist für uns erfrischend zu sehen, wie kreativ und oft einfach der Blick der Schüler auf ihre Innovationen ist“, sagte der Leiter der Ingenieurtechnik von Honeywell, Karsten Eisenächer. Laura Fienemann

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