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Schüler treffen Flüchtlingskinder

Letter Schüler treffen Flüchtlingskinder

„Ich erzähl Dir was von mir. Und Du erzählst mir was von dir.“ Beim Geschichten-Erzählen, Spielen, Kochen, Malen und Die-Stadt-Erkunden haben sich Schüler der Klasse 7c des Georg-Büchner-Gymnasiums und acht Flüchtlingskinder kennengelernt.

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Schüler der Klasse 7c und ihre Gäste haben Betttücher bemalt und beschriftet.

Quelle: Treeske Hönemann

Seelze. „Herzlich willkommen“ lautete das dreitägige Projekt der Klasse 7c mit ihrer Lehrerin Ursula Trapp im Rahmen des Wahlpflichtkurses Soziales Lernen. Eingebunden waren die Sozialarbeiter der Stadt, Philipp Peters und Nina Döring. Sie hatten die acht Flüchtlingskinder aus Mazedonien, Montenegro, Afghanistan und Syrien ausgewählt. Sie besuchen die Sprachlernklassen des Gymnasiums und der Geschwister-Scholl-Schule.

Das Kennenlernen am ersten Tag gelang leicht. Die Schüler bemalten Betttücher mit Friedensbotschaften und Willkommensgrüßen in unterschiedlichen Sprachen. Die Tücher werden beim Sommerfest des Gymnasiums am 20. Juli nach einer Idee des Künstlers Hermann Josef Hack zu einem Zelt aufgebaut.

Am zweiten Tag erzählte Trapp den Jugendlichen, was in Deutschland mit Migranten passiert. „Die Schüler waren schon erstaunt, dass sie nicht gleich arbeiten und Deutsch lernen dürfen.“ Erschüttert seien ihre Schüler von Lebensberichten von Kindern aus fremden Ländern gewesen. „Das Verständnis für diese Schicksale ist gewachsen“, versichert Trapp. Dies habe man aber ohne die acht Flüchtlingskinder diskutiert. „Wir wissen nicht, was ihnen widerfahren ist, und wollten keine Traumata aufreißen“, sagt Trapp.

Nähergekommen sind sich die Schüler beim Eisessen und gemeinsamen Kochen. Am dritten Tag gab es in der Mensa Hamburger und Salat. Die Jugendlichen saßen bunt gemischt nebeneinander. „Mir hat an dem Projekt gefallen, dass man sich auch mit Zeichen und Gesten verständigen kann und etwas über andere Kulturen erfahren hat“, sagte Monika (12). „Interessant fand ich die Lebensgeschichte der Flüchtlinge“, sagte Estrella (13). „Es war richtig nett. Ich habe eine neue Freundin gefunden“, freute sich Fatemeh (13). „Was wir hier machen, ist gelebte Solidarität“, findet Klassenlehrerin Trapp.

Freude am Projekt hatten auch die Sozialarbeiter. Sie können sich vorstellen, das Projekt zu wiederholen.

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Von Redakteur Treeske Hönemann

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