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Eltern rügen Änderung von Schulbezirken

Seelze Eltern rügen Änderung von Schulbezirken

Eltern aus Velber haben in der Einwohnerfragestunde des Rates die Befürchtung geäußert, dass ihre Kinder künftig nicht mehr hannoversche Gymnasien besuchen können. Die SPD-Fraktion betonte, dass Seelzer durchaus weiter an hannoverschen Schulen unterrichtet werden, aber nur bis zu Kapazitätsgrenze.

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Das Georg-Büchner-Gymnasium in Letter nimmt keine Schüler aus Ahlem mehr auf.

Quelle: Archiv

Seelze. Die Stadt Seelze habe beschlossen, dass am Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) nur noch Seelzer Schüler unterrichtet werden sollen, erklärte Bürgermeister Detlef Schallhorn. Hintergrund sei, dass es in Letter zu viele Schüler gebe. Allerdings habe die Stadt Hannover im Gegenzug angekündigt, dass für Seelzer Schüler nur noch bei freien Kapazitäten Platz in den Bildungseinrichtungen der Landeshauptstadt ist. "Die Seelzer Schüler sollen in Seelze am GBG oder der geplanten IGS beschult werden", sagte der Bürgermeister. "Machen wir uns nichts vor, die Begrenzung am GBG hat Hannover vergrätzt."

Johannes Seifert, der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, sah dagegen die Landeshauptstadt aufgrund hoher eigener Schülerzahlen selbst in Schwierigkeiten. Seelzer Schüler könnten zwar weiter Schulen in Hannover besuchen, aber eben nur bis zur Kapazitätsgrenze. Erhart Klein (SPD) verteidigte den mit rot-grüner Mehrheit gefassten Ratsbeschluss zur Änderung des Schulbezirks für das GBG: Finanziell sei das Ende der Fahnenstange erreicht, das Gymnasium könne nicht erweitert werden - eine weitere Steigerung der Schülerzahlen müsse vermieden werden. "Wir haben die Ahlemer Schüler herausgestrichen, weil sonst das GBG überlaufen würde", stellte Frank Joosten (Die Grünen) klar. Die Stadt Hannover habe sich zudem geweigert, sich an den Kosten für eine etwaige Erweiterung des GBG zu beteiligen. "Die Seelzer Kinder haben aber das Recht, weiter jedes Gymnasium auszuwählen - es sei denn, es ist voll." Es gebe aber eine Schule in Seelze, die die Schüler der Stadt auf jeden Fall nehmen müsse, betonte Joosten.

Die CDU habe die Entscheidung des Rates für einen Fehler gehalten, sagte dagegen Gerold Papsch (CDU). "Wir haben einen Hoffnungsschimmer, dass in der nächsten Wahlperiode in Ordnung zu bringen." Es könnten nicht sechs Jahrzehnte Schulgeschichte einfach weggewischt werden.

Von Thomas Tschörner

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