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Der „Kümmerer“ sorgt für saubere Bahnhöfe

Seelze Der „Kümmerer“ sorgt für saubere Bahnhöfe

Seit dem Klaus Martens den Besen schwingt hat sich einiges getan: Er ist seit 2013 für die Stadt Seelze und die Region Hannover an drei Bahnhöfen im Einsatz: Seelze, Letter und Dedensen-Gümmer.

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Bemüht sich um die Sauberkeit an den Bahnhöfen in Letter, Seelze und Dedensen-Gümmer: Klaus Martens.

Quelle: Nils Oehlschläger

Seelze. Die Berufsbezeichnung ist Programm: Klaus Martens kümmert sich. Seit über zwei Jahren sorgt er als „lokaler Kümmerer“ für Ordnung und Sauberkeit an den Bahnhöfen Seelze, Letter und Dedensen-Gümmer. Seit er den Besen schwingt, hat sich einiges getan, findet Martens. „Allgemein wird die Verschmutzung besser“, sagt er. „Dieses Jahr fällt das ganz besonders auf.“

Täglich versucht er, alle drei Bahnhöfe in Schuss zu halten. Für Seelze und Letter sind täglich jeweils drei Stunden eingeplant, für den etwas kleinere Bahnhof in Dedensen sind zwei Stunden vorgesehen. „Es sei denn, es kommt etwas dazwischen“, sagt Martens.

Denn auch wenn seine Arbeit bereits Früchte trägt, gibt es noch immer genug zu tun. „Das Urinieren in den Fahrstühlen ist weiterhin ein Thema“, sagt Martens. Gelegentlich höre er auch eine Beschwerde von Fahrgästen. „Aber kaum hat man das wieder sauber gemacht, geht es von vorn los.“

Besonders schlimm sind die Verunreinigungen nach dem Wochenende. Weiterhin gehören auch Vandalismus, Graffiti und Glasbrüche an Bushaltestellen oder Wartehäuschen zum Alltag. Wo er am häufigsten gebraucht wird, weiß er nicht genau. „Letter und Seelze wechseln sich ab“, sagt Martens. Die pflegeleichteste Station sei Dedensen-Gümmer. „Aber wenn es da mal kracht, dann richtig“, sagt Martens.

Von der Deutschen Bahn werde er akzeptiert, sagt der „Kümmerer“. Kein Wunder, denn immerhin achtet Martens auf die Sauberkeit der Gebäude des Konzerns. „Die Grenzen verschwimmen“, sagt Martens, der auch die anliegenden Grünflächen und Bürgersteige im Blick hat.

Für seine Arbeit hat er bereits öfter Zuspruch von Reisenden bekommen, wie von einer Frau aus Hannover. „Sie meinte, das ist schon ein krasser Unterschied zu Hannover“, sagt er. Bisher läuft Martens Engagement noch bis Ende 2018. Doch die Stadt kann sich eine Beschäftigung auch darüber hinaus gut vorstellen.

Von Nils Oehlschläger

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