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Eine offene Tür für die Jugendlichen

Seelze Eine offene Tür für die Jugendlichen

Seit Dezember vergangenen Jahres ist Sven Schürmann Leiter der Stadtjugendpflege. An ein neues Gesicht mussten sich die Jugendlichen allerdings nicht gewöhnen, hat er doch bereits 2010 als Jugendpfleger bei der Stadt angefangen.

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Sven Schürmann leitet seit Dezember die Jugendpflege.

Quelle: Sandra Remmer

Seelze. Mehr Schreibtischarbeit und nicht mehr so viel draußen unterwegs, so beschreibt Sven Schürmann die wesentlichen Veränderungen seines Arbeitsalltags, seitdem er die Leitung der städtischen Jugendpflege übernommen hat. Erstes Ergebnis der vermehrten Schreibtischarbeit ist das neue Konzept der Jugendarbeit, das der studierte Pädagoge erarbeitet hat. Ein wesentlicher Unterschied zu vorher ist, dass das Jugendzentrum in Letter die Funktion eines Jugendbildungshauses übernommen hat. „In Kooperation mit Schulen und anderen externen Anbietern werden dort verschiedene Projekte angeboten“, erklärt Schürmann. Im Moment gäbe es dort zum Beispiel eine Berufsberatung nach vorheriger Terminabsprache. Altbewährtes, wie das Projekt Powerkids oder das Müttercafé, gibt es nach wie vor am Standort an der Klöcknerstraße. Zudem ist auch der Kindertag, ein Angebot für Kinder im Grundschulalter, von Seelze nach Letter gezogen.

Wesentliche Neuerung im Jugendzentrum in Seelze ist, dass es dort fortan kein spezielles Angebot, sondern täglich von 14 bis 20 Uhr eine offene Tür gibt. Zwei Betreuer stehen den Jugendlichen während dieser Zeit zur Seite. Spezielle Angebote nur für Mädchen runden das Angebot ab. „Im Durchschnitt kommen etwa 36 Jugendliche pro Tag zu uns“, erzählt Schürmann. Zum alltäglichen Ablauf gehörten auch gemeinsame Mahlzeiten dazu. „Es gibt einen Tischdienst und einen Abräumdienst, Probleme hat es damit noch nie gegeben“, sagt Schürmann. Im Gegenteil - vielmehr habe er den Eindruck, dass Regeln und Struktur für die Jugendlichen wichtig seien. „Sie fordern das regelrecht ein“, schildert der Pädagoge seine Erfahrung. Aus Erzählungen weiß er, dass es Dinge wie gemeinsame Mahlzeiten oder eine geregelte Esskultur in vielen Familien gar nicht mehr gibt. „Geschlafen, gegessen und gelebt wird oftmals vor dem Fernseher“, sagt Schürmann. Geöffnet sind die Jugendzentren auch in den Ferien. In Kooperation mit der Organisation HELP ist für das kommende Jahr sogar eine sechswöchige Betreuung für Kinder im Grundschulalter geplant. Auch in den Osterferien soll es eine Betreuung für Grundschüler geben.

Von Sandra Remmer

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