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Keine erneute Lärmmessung

Seelze Keine erneute Lärmmessung

Die Stadtverwaltung erteilt dem Wunsch der Kommunalpolitik nach einer erneuten Lärmmessung entlang der Bahn und der Autobahn in Dedensen, Gümmer und Lohnde eine Absage. Der Grund dafür sind unter anderem die hohen Kosten.

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Seelze. Das Thema ist nicht neu und wird seit Jahren diskutiert. Insbesondere die SPD-Fraktion aus Dedensen hat sich mehrfach in Sachen Lärmschutz stark gemacht und die Stadt aufgefordert, Lärmschutzmessungen entlang der A 2 und der Bahnlinie in Auftrag zu geben. Zudem hatten die Sozialdemokraten darum gebeten, bei der Deutschen Bahn die Schließung der Lücken entlang der Lärmschutzwand an der Bahnlinie in Auftrag zu geben. Damit war die Stadt mehrfach gescheitert.

Hoffnung auf einen erneuten Antrag hatte die SPD im vergangenen Jahr gesehen, als der Bund für das Programm „Maßnahmen zur Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ insgesamt 120 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat. Um in das Programm aufgenommen zu werden müssen jedoch Kriterien, wie etwa die Überschreitung der zulässigen Immissionsgrenzwerte in den betroffenen Wohngebieten von 70 Dezibel im Zeitraum von 6 bis 22 Uhr und 60 Dezibel von 22 bis 6 Uhr, erfüllt sein.

Bezüglich der geforderten Lärmmessungen entlang der Bahn und der Autobahn 2 schreibt die Verwaltung, dass gemessene Lärmpegel grundsätzlich in einem Verfahren keine Beachtung erfahren, da gesetzlich die Berechnung der Werte vorgegeben sei. Auch könne bei Messungen der Lärm nicht vollständig von den übrigen Umgebungsgeräuschen isoliert betrachtet werden. Laut Aussage eines Ingenieurbüros müsste eine Messung mindestens über einen Zeitraum von sechs Wochen erfolgen, um ein auswertbares Ergebnis von vier Wochen zu erhalten. Die Kosten für einen Messpunkt belaufen sich dabei auf 30 000 Euro.

Bei Messpunkten in Dedensen, Gümmer und Lohnde kommen rund 90 000 Euro zusammen, die laut der Stadt einen nicht unerheblichen Einsatz von Haushaltsmitteln erfordern würde und die zudem derzeit auch noch nicht einmal zur Verfügung steht. Jedoch hat die Stadt Seelze dem Eisenbahnbundesamt im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens mitgeteilt, dass die genannten Grenzwerte in den Stadtteilen Dedensen, Gümmer, Lohnde, Seelze und Letter im Radius von 300 Metern beiderseits der Bahn überschritten werden und somit dringender Handlungsbedarf bestehe.

Von 2005 bis 2012 wurden in Seelze bereits umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen - sowohl an Wohngebäuden, als auch in Form von aufgestellten Lärmschutzwänden - umgesetzt. Doch diese Maßnahmen werden von Anwohnern und politischen Vertretern als nicht ausreichend bewertet.

Von Sandra Remmer

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