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Salzsäure trat aus Kesselwagen aus

Seelze/Letter Salzsäure trat aus Kesselwagen aus

Aus einem Kesselwaggon auf dem Rangierbahnhof in Seelze ist am Mittwochnachmittag Salzsäure ausgetreten. Die Feuerwehr dichtete das Leck an dem mit 50 Tonnen Salzsäure gefüllten Wagen ab. „Gefahr für die Bevölkerung hat zu keiner Zeit bestanden“, betont Stadtfeuerwehrsprecher Jens Köhler. 

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Im Einsatz: die Seelzer Feuerwehr, die Werksfeuerwehr des Chemieunternehmen Honeywell und der Dekontaminationswagen der Feuerwehr Osterwald. 

Quelle: Tschörner

Seelze/Letter. Es habe auch keine Verunreinigung der Luft oder Gestank gegeben.

Die Ortsfeuerwehr Seelze wurde um 14.43 Uhr alarmiert, berichtet Seelzes Feuerwehrsprecher Norbert Bittner. Aus dem Kesselwagen lief aus einer undichten Stelle die Säure. Zur Unterstützung wurde der Gefahrgutzug der Werkfeuerwehr Honeywell gerufen, ebenso der Dekontaminationswagen aus Garbsen-Osterwald und ein weiterer Messwagen aus Neustadt. Außerdem war die Feuerwehr Almhorst im Einsatz.

Der Waggon, der vom Chemiewerk Bayer Leverkusen in Richtung Oker im Harz unterwegs war, war mit 50 Tonnen 30-prozentiger Salzsäure beladen, erklärte Köhler. Um besser an der undichten Stelle arbeiten zu können, verschoben die Feuerwehrleute den Wagen an eine günstigere Stelle.

Die Feuerwehr Seelze ist am Mittwochnachmittag zu einem Gefahrguteinsatz alarmiert worden. Aus einem Kesselwaggon, der mit 55 Tonnen Salzsäure gefüllt war, lief Salzsäure aus. 

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Um 16.45 Uhr konnten vier Einsatzkräfte unter Chemikalienschutzanzügen das Leck abdichten. Der Inhalt sollte dann in einen intakten Kesselwagen umgepumpt werden. Angesichts der Ladungsmenge sei nur relativ wenig Salzsäure ausgetreten, die von den Feuerwehrleuten mit Hilfe eines speziellen Eisenbahnwagens bis zur Unschädlichkeit mit Wasser verdünnt wurde.

„Die Gefahr ist gebannt“, sagte Köhler. Insgesamt waren 68 Feuerwehrleute, die zum Teil auch per Sirene alarmiert worden waren, im Einsatz. Nach der Abdichtung des Lecks wurden die Schutzanzüge dekontaminiert und die Einsatzkräfte rückten wieder ab.

  Einige Seelzer sind beunruhigt

Der Feuerwehreinsatz auf dem Rangierbahnhof hat auf Facebook zu regen Diskussionen geführt. Neben Spekulationen, ob es eine Übung ist oder ob die ehrenamtlichen Helfer in der Nähe des Kanals im Einsatz sind, gab es auch Sorgen. „Oh Gott, muss ich ins Hotel“ oder „Hat die S-Bahn Verspätung“ waren die Fragen, die einige Seelzer bewegten. Diskutiert wurde auch, ob Sensationslust angemessen oder frühzeitige Information gut sei. Stadtfeuerwehrsprecher Jens Köhler sieht die Beiträge mit gemischten Gefühlen. Ohne Not könne so schnell Panik verbreitet werden, sagte er. Denn letztlich habe keine Gefahr für die Seelzer bestanden, weil keine giftigen Stoffe in die Luft gelangt seien.

  tom

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