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Schulen brauchen mehr Sprachlernklassen

Seelze Schulen brauchen mehr Sprachlernklassen

Zwei Sprachlernklassen gibt es im Stadtgebiet - eine am Georg-Büchner-Gymnasium, eine in der Regenbogenschule. Die Grundschule wünscht sich eine zweite Klasse. Der Antrag wurde von der Landesschulbehörde abgelehnt wie jener der Hauptschule Geschwister Scholl – obwohl es wegen der Flüchtlingskinder einen erhöhten Bedarf gibt.

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Die Sprachlernklasse des Georg-Büchner-Gymnasiums war eine der ersten im Stadtgebiet.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Elf Flüchtlingskinder sind gerade eingeschult worden. Drei besuchen die Sprachlernklasse am Gymnasium, ein Kind jene in der Regenbogenschule. Ein Kind ist neu an der Brüder-Grimm-Schule, sechs Jugendliche gehen auf die Geschwister-Scholl-Schule. Nicht mitgezählt sind dabei Flüchtlingskinder, die im Rahmen der Familienzusammenführung nach Seelze gezogen sind und zur Schule gehen. Über deren Zahl kann die Stadt keine Angaben machen.

Die Sprachlernklasse an der Regenbogenschule besteht seit einem Jahr. 23 Kinder werden unterrichtet. „Das sind zu viele. 16 Schüler wären das Maximum. Eine zweite Klasse hatten wir aber nicht bewilligt bekommen“, sagt Schulleiterin Martina Köhler. Die Grundschule habe gute Erfahrungen gemacht mit solch einer Klasse. Sie sei auch gut für die Kinder. Dem Kollegium werde aber einiges zusätzlich an Arbeit abverlangt. „Die Schüler sollten nicht zu lange aus ihrer Stammklasse herausgenommen werden, sonst können sie sich dort nicht eingewöhnen. Die Kollegen müssen immer wieder individuell überprüfen, wie viel Stunden in welcher Klasse sinnvoll sind“, sagt Köhler. Das mache sich nicht mal eben nebenbei.

Für eine Sprachlernklasse mit 30 Stunden muss die Schulbehörde mindestens einen Lehrer zusätzlich an die Schule abordnen, der eine Zusatzausbildung Deutsch als Fremdsprache hat. Davon scheint es nicht genug zu geben. Aus Kapazitätsgründen hatte die Behörde deshalb auch den Antrag der Geschwister-Scholl-Schule auf Einrichtung einer Sprachlernklasse zum vergangenen Schuljahr abgelehnt.

„Das neue Schuljahr hat begonnen, wir haben sechs neue Flüchtlingskinder aufgenommen. Die Tendenz wird vermutlich steigend sein. In Ermangelung einer Sprachlernklasse bieten wir einige Stunden Sprachlernunterricht an“, sagt Alexandra Khallafi. Das käme auch den Flüchtlingskindern zugute, die weder lesen noch schreiben können, sagt die Schulleiterin. Die Gremien ihrer Schule hätten noch nicht beraten, ob erneut ein Antrag an die Landesschulbehörde gestellt wird. Sie gehe aber davon aus. Khallafis Kollegin Köhler will nächste Woche, wenn die Behörde sich einen Überblick über die Zahl der Flüchtlingskinder verschafft hat, anfragen, ob noch Kapazitäten vorhanden sind. „Die Behörde ist ja nicht untätig. Nur reicht eben die Zahl der Klassen nicht.“ Vermutlich wird aber auch die Regenbogenschule bis zum 1. Dezember einen Antrag an die Behörde stellen.

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Von Redakteur Treeske Hönemann

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