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Stadt will Konflikten vorbeugen

Seelze Stadt will Konflikten vorbeugen

Bürgermeister Detlef Schallhorn erwartet, dass die Stadt im September noch 40 bis 50 Flüchtlinge unterbringen muss. Um Problemen vorzubeugen, ist am 17. September eine Sondersitzung des Präventionsrates geplant.

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Bürgermeister Detlef Schallhorn vor dem Rathaus in Seelze

Quelle: Insa Catherine Hagemann

Seelze. „Wir wollen vermeiden, dass es zu Situationen wie in den neuen Bundesländern oder Salzhemmendorf kommt“, sagte Schallhorn. Darum werde der Präventionsrat - ein Gremium mit Vertretern unter anderem von Polizei, Verwaltung und Schulleitungen - zusammenkommen. Weil eine steigende Zahl von Flüchtlingen betreut werden müsse, gebe es bereits erste Seelzer, die sich benachteiligt fühlten.

Flüchtlinge seien ein Thema, das die Stadt massiv beschäftige, sagte der Bürgermeister. „Wir müssen einen gangbaren Weg finden.“ Im Jahr 2015 habe Seelze bereits 110 Flüchtlinge aufgenommen, weitere 40 bis 50 Menschen würden noch im September erwartet. Für die Unterbringung habe die Stadt 40 Wohnungen angemietet. Schallhorn ist überzeugt, auch die neuen Ankömmlinge mit Wohnraum versorgen zu können. Die Stadt versuche, alle Räumlichkeiten zu bekommen, die angemietet werden könnten. Für den Kauf ganzer Häuser, wie dies zum Teil in anderen Kommunen praktiziert werde, fehle Seelze aber das Geld.

Die Kosten für die Unterkünfte trägt die Region Hannover. Es würden Mieten gezahlt, die auf dem freien Markt gängig seien, sagte Schallhorn. Bei der Stadt Seelze blieben aber die Kosten für die ärztliche Betreuung der Flüchtlinge sowie die Finanzierung der Betreuung durch städtische Sozialarbeiter. Zudem sei die Stadt für die Ausstattung der Wohnungen mit Möbeln und anderen Utensilien zuständig. Wie hoch diese Kosten sind, konnte Schallhorn gestern nicht sagen.

Unklar war auch noch, wie viele Flüchtlingskinder am heutigen Schulbeginn in den Seelzer Schulen zu erwarten sind. Dies gilt auch für die Kindertagesstätten. Weil auch Kinder schulpflichtig seien, die noch nicht als Asylanten anerkannt sind, gebe es immer wieder Schwankungen, erklärt der Bürgermeister. In den Kindergärten sei die dritte Betreuungskraft eine große Hilfe bei der Integration.

„Es gibt eine große Welle der Hilfsbereitschaft, eine echte Willkommenskultur“, lobt Schallhorn die Seelzer. Viele Einwohner engagierten sich in der Flüchtlingsbetreuung, auch die Integrationslotsen seien eine große Hilfe.

Von Thomas Tschörner

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