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Kanalabschnitt muss trockengelegt werden

Seelze Kanalabschnitt muss trockengelegt werden

Die Flutbrücke und die Leinebrücke tragen den Mittellandkanal. Doch in welchem Zustand befinden sie sich? Um das herauszufinden, muss ein Teil des Kanals über drei Wochen trockengelegt werden. Das hat auch Folgen für die Schifffahrt.

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Thorsten Wenig vom Wasser- und Schifffahrtsamt rechnet mit keinem größeren Schaden an der neuen Flutbrücke.

Quelle: Nils Oehlschläger

Seelze. Geht man unter der Flutbrücke zwischen Seelze und Garbsen hindurch, kann einem schon mulmig werden. Seit 15 Jahren transportiert sie die Wassermassen des Mittellandkanals samt Schiffen über die Köpfe der Passanten hinweg und sorgt für einen effizienten Schiffsverkehr. Um die Sicherheit des Bauwerks weiter gewährleisten zu können, soll noch in diesem Jahr eine Inspektion durchgeführt werden. Damit beide Brücken begutachtet werden können, wird zuvor das Wasser entfernt. Zwischen dem 19. Oktober und dem 10. November ergibt sich daher ein besonderer Anblick: Zwischen Leine- und Flutbrücke wird der Mittellandkanal trockengelegt.

„Wir setzen Revisionsverschlüsse aus Stahl in den Kanal ein“, erklärt Thorsten Wenig. Er leitet die Außenstelle des Braunschweiger Wasser- und Schifffahrtsamts in Lohnde. Die erste Stahlbarriere wird noch vor der Leinebrücke eingesetzt, die zweite schließt den Mittellandkanal nach der Flutbrücke. Anschließend wird das Wasser aus dem abgesperrten Kanalstück in die Leine geleitet. „Dieser Vorgang dauert etwa eineinhalb Tage“, sagt Wenig. Um anschließend die Brücken inspizieren zu können, muss noch das Restwasser aus dem Bereich der Brücken abgepumpt werden. Mithilfe spezieller Mobildeichen sollen diese anschließend abgesperrt werden. Die orangefarbenen Objekte werden zunächst mit Luft gefüllt und in Position gebracht, bevor sie für eine bessere Standfestigkeit mit Wasser beladen werden. Pumpen transportieren das restliche Wasser anschließend in den weitestgehend trockenen Innenraum des Kanals. In den darauffolgenden drei Wochen sollen dann Maßnahmen für den Korrosionsschutz und weitere Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden. „Wir rechnen nicht mit größeren Schäden“, sagt Wenig.

„Die Bauwerke sind ja gerade mal 15 Jahre alt.“ Dazu werden die Brücken alle sechs Jahre geprüft. Ein Schaden dürfte jedoch bei der Schifffahrt entstehen. Da der 1999 errichtete Abschnitt trockengelegt wird, müssen die Schiffe auf die alte Strecke ausweichen, die parallel zur neuen verläuft. „Das hat Folgen für die Abladehöhe der Schiffe“, sagt Wenig. Statt 2,80 Meter stehen ihnen dann nur noch 2,30 Meter zur Verfügung. So muss auf einen Teil der Ladung verzichtet werden. „Jeder Dezimeter ist dabei ein herber Verlust“, sagt Wenig. Langfristig wird sich die Maßnahme jedoch für alle Beteiligten lohnen.

Von Nils Oehlschläger

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