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Wespen hausen in Stehlampe

Seelze Wespen hausen in Stehlampe

Im Schirm einer Stehlampe in einer Gartenlaube haben sich Wespen ein Nest gebaut. Seelzes Naturschutzbeauftragter Willi Raabe und der Garbsener Michael Lucas konnten es an eine günstigere Stelle umgesetzen, ohne es zu zerstören.

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Gut geschützt: Willi Raabe und Michael Lucas tun ihr Werk in der Gartenlaube. Dort haben die Wespen in einer Stehlampe - im Hinter-
grund - ihr Nest gebaut.

Quelle: privat

Seelze. „Ich habe einen Anruf bekommen und so von dem Nest in der Gartenkolonie erfahren“, berichtet Raabe. Seelzes ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter wird häufig für eine Gefahreneinschätzung zu Rate gezogen, bevor im öffentlichen Bereich die Feuerwehr oder auf privaten Flächen die Schädlingsbekämpfer anrücken.

Die Laube in der Moitje-Kolonie gegenüber dem Firmengelände vn Honeywell war wie ein Wohnzimmer eingerichtet. „Mit einer schönen Stehlampe“, sagt Raabe. Diese Lampe gefiel offenbar auch den Wespen gut, die unter dem Schirm ihr Nest bauten. „Dort fühlen sich die Tiere wohl“, erklärt Raabe das Verhalten der Wespen. Bei den Insekten handelt es sich um sogenannte Mittelwespen, die zweitgrößte Art nach der Hornisse. „Aber es sind äußerst friedliche Tiere“, betont der Naturschutzbeauftragte. Allerdings sei in einer solchen Nähe zum Wohnbereich eine gewisse Gefahr nicht auszuschließen. Deshalb habe er sich dazu entschlossen, das Nest samt Stehlampe umzusetzen. Den Garbsener Lucas konnte Raabe als Unterstützer für die Aktion gewinnen.

Die Wespen seien nicht ausgeflogen und hätten ihn und seinen Helfer auch nicht attackiert, berichtet der Naturschützer. Dennoch hatten sich die beiden vorsichtshalber mit einer Schutzausrüstung ans Werk gemacht. Auf der Parzelle konnte eine Ecke gefunden werden, die weit genug von allen anderen Nutzern der Gartenkolonie entfernt ist. Eine Nachkontrolle habe zudem ergeben, dass kein einziges Tier mehr in der Gartenlaube war, sagt Raabe.

„Es ist bemerkenswert, wie lammfromm die Wespen sind, wo sie doch einen so schlechten Ruf haben“, meint der Naturschutzbeauftragte im Rückblick auf die erfolgreiche Aktion. Außerdem seien die Insekten durchaus nützlich - unter anderem seien sie dafür bekannt, dass sie Blattläuse vertilgen.

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