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Rat beschließt zwei neue Grundschulen

Seelze Rat beschließt zwei neue Grundschulen

Der Rat der Stadt Seelze hat bei einer Gegenstimme den gleichzeitigen Bau von zwei neuen Ganztagsgrundschulen in Seelze-Süd und Harenberg beschlossen. Zunächst soll aber die Regenbogenschule im Zentrum für den Ganztagsbetrieb umgebaut werden und auch eine Mensa erhalten - ein Plan, der Priorität hat.

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Nördlich der Harenberger Meile (rechts im Bild) soll am westlichen Ortsrand von Harenberg eine neue Grundschule gebaut werden. Im Hintergrund ist Seelze-Süd zu sehen, wo ebenfalls eine neue Schule gebaut werden soll.

Quelle: Sandra Remmer

Seelze. In Harenberg soll beim Grundstückskauf für die neue Schule auch die Möglichkeit für den Bau einer Kindertagesstätte ins Auge gefasst werden. Für alle drei Projekte sollen die Kosten maximal 25 Millionen Euro betragen."Die Regenbogenschule wird im Bestand saniert", sagte Bürgermeister Detlef Schallhorn. Die Ganztagsgrundschule in Seelzes Zentrum ist derzeit stark frequentiert und unterrichtet fast 500 Schüler. Künftig soll es dort lediglich drei bis dreieinhalb Züge, also Klassen pro Jahrgang, geben. Damit könne auch der Wertstoffcontainerplatz und der anliegende kleine Parkplatz an der Ecke Humboldtstraße/Hannoversche Straße erhalten bleiben – Flächen, die sonst für die zunächst vorgesehene Erweiterung der Grundschule in Anpruch genommen worden wären. Die neue Grundschule in Seelze-Süd soll entweder auf einer Fläche im ersten Bauabschnitt oder im vierten Bauabschnitt entstehen, die Grundschule in Harenberg am westlichen Ortsrand nördlich der Harenberger Meile. Beide Schulen erhalten eine kleine Sporthalle.SPD-Fraktionschef Alexander Masthoff zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Nach anfänglich erbitterten Diskussionen, ob eine neue Grundschule in Seelze-Süd oder in Harenberg gebaut werden soll, war ein Runder Tisch einberufen worden. Damit sei es gelungen, die Diskussion auf eine sachliche Ebene zurückzuführen, sagte Masthoff. Die nun gefundene Lösung mit drei Standorten sei zukunftsorientiert. "Die Kinder haben so einen kurzen Schulweg."Von einem guten Kompromiss sprach auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Willms. Dem neuen Rat sei es gelungen, zu einem vernünftigen Konsens zu finden. In der Vergangenheit seien Schulentscheidungen oft im Streit getroffen worden."Der Runde Tisch war eine gute Sache", sagte auch Grünen-Fraktionschef Knut Werner. Vor allem die bestehende Grundschule im Zentrum werde jetzt entlastet. "Die Regenbogenschule ist total überlaufen und derzeit sechszügig." Zwar müsse für den Umbau des vorhandenen Gebäudes das Stadtarchiv abgerissen werden, der Parkplatz an der Hannoverschen Straße werde aber nicht mehr benötigt. Möglicherweise wäre die Diskussion weniger erbittert gelaufen, wenn die Verwaltung den Rat früher eingebunden hätte, sagte Werner. Dies wies Schallhorn zurück: Die Verwaltung müsse Vorschläge machen.

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Container- und Parkplatz an der Humboldtstraße werden nach den neuen Plänen nicht mehr für die Erweiterung der Regenbogenschule (im Hintergrund) benötigt.

Quelle: Thomas Tschörner

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