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Stadt führt Musikschule weiter

Seelze Stadt führt Musikschule weiter

Die Stadt will die Musikschule bis 2019 nun doch in eigener Regie weiterführen. Die Umwandlung in einen Verein strebt die Verwaltung nun für 2019 an, bis dahin sind die Verträge langjähriger Mitarbeiter ausgelaufen.

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Frühestens 2019 wird die Musikschule in einen Verein umgewandelt.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Seelze. Um Kosten zu sparen, hatte die klamme Stadt im vergangenen Jahr sogar die Schließung der Musikschule nicht ausgeschlossen. Im September hieß es dann, dass ein Trägerverein die Regie übernehmen könnte. Dessen Gründung sollte eigentlich schon Anfang August über die Bühne gehen, hat sich aber verzögert. Zu klären waren unter anderem die Bezüge der langjährigen, festangestellten Mitarbeiter, die nach Tarif des öffentlichen Dienstes bezahlt werden.

Zu diesem Punkt hat die Verwaltung inzwischen einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu Rate gezogen. Dieser hat laut Vorlage „erhebliche Zweifel“, dass ein Betriebsübergang ohne Weiteres möglich sei. Auch der Trägerverein müsste nach Ansicht des Juristen weiter nach Tarif zahlen.

„Nach rechtsanwaltlicher Beratung muss man sich den Realitäten stellen“, sagt Bürgermeister Detlef Schallhorn. Unterm Strich ließe sich bei den Personalkosten nicht wie zunächst gedacht sparen. Die Umwandlung in einen Verein hätte nur geklappt, wenn alle Mitarbeiter damit einverstanden gewesen wären, ihre alten Verträge aufzulösen, sagt Musikschulleiter Gunter Geweke. Laut Verwaltungsvorlage haben aber zwei Mitarbeiter einem Betriebsübergang bereits widersprochen. Mit der Umwandlung in einen Verein hätten die Festangestellten Einbußen hinnehmen müssen.

Die Verwaltung will nun abwarten, bis die Verträge der beiden Musikschullehrer, die Widerspruch eingelegt haben, ausgelaufen sind. Das ist 2019 der Fall. Neu sollen künftig nur noch Honorarkräfte eingestellt werden. „Die Personalkosten seien die „einzige Möglichkeit“ noch zu sparen, sagt Geweke. Alles andere sei schon auf ein Minimum reduziert. Das sieht auch Schallhorn so. Um die Kosten im Griff zu behalten, schlägt der Bürgermeister ab 1. Februar 2015 eine Gebührenerhöhung um zehn Prozent vor.

Der Ausschuss für Bildung und Freizeit berät am Dienstag, 9. September, über den Vorschlag der Verwaltung. Die Sitzung beginnt um 17.30 Uhr im Forum der Geschwister-Scholl-Schule an der Grand-Couronne-Allee.

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Von Redakteur Sandra Schütte

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