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Seelze investiert zu wenig in städtische Gebäude

Sanierungsstau Seelze investiert zu wenig in städtische Gebäude

Es ist eine Liste mit reichlich politischem Zündstoff: In einer Vorlage gibt die Stadtverwaltung erstmals einen Überblick über den Sanierungsstau in den städtischen Immobilien. Dieser summiert sich auf mehr als sieben Millionen Euro.

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Das Alte Rathaus Letter.

Quelle: Frank Walter

Seelze. Der Stadt gehören mehr als 100 Gebäude – öffentlich genutzte Anlagen wie Schulen und Feuerwehrhäuser ebenso wie Wohnungen, Garagen und mit dem Harenberger Hof sogar eine Gaststätte. Doch für die Unterhaltung wurde jahrzehntelang zu wenig Geld ausgegeben – „wie in den meisten anderen Städten auch“, wie es ausdrücklich in der Vorlage heißt. In Seelze lag der Ansatz für die Bauunterhaltung jahrelang bei einer halben Million Euro, erst in den vergangenen Jahren wurde die Summe auf 750.000 Euro aufgestockt – auch nur die Hälfte der eigentlich notwendigen Mittel.

„Durch die zu geringe Bauunterhaltung sind viele Gebäude in einem Zustand, der einen großen Nachholbedarf an Sanierungen mit sich bringt“, heißt es aus dem Rathaus. Laut der vorliegenden, allerdings groben Übersicht würden allein für dringend notwendige Sanierungen 7,2 Millionen Euro fällig werden. Genauere Zahlen soll eine Gebäudesubstanzanalyse ergeben, welche die Stadt erstellen lassen will. „Die Liste wird nach einer systematischen Untersuchung erweitert werden müssen“, ist sich die Verwaltung sicher – und gibt den Politikern die Marschrichtung vor: „Rat und Verwaltung werden sich Gedanken machen müssen, welche Liegenschaften auf Dauer und in welchem Standard erhalten werden sollen.“

Die Immobilien mit dem größten Sanierungsstau:

Altes Rathaus Letter: 1,5 Millionen Euro sind notwendig. Politiker und Nutzer sollen sich nach den Ferien in einem Arbeitskreis Gedanken über die Zukunft der Immobilie und des Grundstücks machen. Für Bürgermeister Detlef Schallhorn steht aber schon jetzt fest: „Wir haben das Geld nicht.“

Brüder-Grimm-Schule Letter: 1,36 Millionen Euro müssten ausgegeben werden, um den gesamten Gebäudekomplex samt Turnhalle, Hausmeisterwohnung und Seniorentagesstätte zu sanieren.

Turnhalle Dedensen: Auf 1,2 Millionen Euro werden die Arbeiten beziffert, eine Finanzierung aus dem Konjunkturprogramm kam nicht zustande.

Obdachlosenunterkunft Almhorster Straße 1: Die Sanierung würde 358.000 Euro kosten, das Gebäude soll abgerissen werden.

Bürgerhaus Lohnde: 345.000 Euro kostet die Sanierung des Dachs und der Lüftung.

Frank Walter

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