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Stadt plant neue Grundschule für Südbereich

Seelze Stadt plant neue Grundschule für Südbereich

Seelze steigt in die Planung einer neuen Schule für die südlichen Stadtteile ein. Damit können die beiden großen Grundschulen in Seelze und Letter entlastet werden. Insgesamt rechnet die Verwaltung mit steigenden Schülerzahlen. "Wir sind eine Boomtown", sagt Bürgermeister Detlef Schallhorn.

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Ob die neue Schule nach Seelze-Süd kommt, ist unklar. Die Stadt will mögliche Standorte erst prüfen.

Quelle: Murat

Seelze. Der Ausschuss für Bildung und Freizeit hat bereits grünes Licht für den Beginn der Planung für eine vierzügige Grundschule für die südlichen Stadtteile gegeben, die die CDU-Fraktion beantragt hatte. Dabei soll auch die Frage des Standorts geklärt werden. Die neue Grundschule soll dann Kinder aus den Stadtteilen Velber, Harenberg, Seelze-Süd sowie Almhorst und Döteberg aufnehmen, vorhandene Grundschulen in Harenberg und Almhorst dann geschlossen werden. Die Stadt verspricht sich davon auch eine Entlastung der beiden Ganztagsgrundschulen in Letter und Seelze. Die Brüder-Grimm-Schule, die als vierzügige Grundschule neu gebaut wird, könne nicht dauerhaft Kinder aus Velber aufnehmen. Und in der Regenbogenschule werden rund 100 Jungen und Mädchen aus Seelze-Süd unterrichtet. Generell schreibe das Land maximal eine Vierzügigkeit, also vier Klassen pro Jahrgang, als Obergrenze vor. Derzeit droht nach Einschätzung der Verwaltung die Regenbogenschulen in einzelnen Jahrgängen sechszügig und die Brüder-Grimm-Schule fünfzügig zu werden.

Möglicherweise müsse auch über eine "West-Schule" für Lohnde, Gümmer und Dedensen nachgedacht werden, was die Schließung der Grundschulen in Lohnde und Dedensen zur Folge hätte. "Aber das ist alles noch nicht spruchreif, erst einmal konzentrieren wir uns auf die Südschule", sagte Andrea Kaemmerer, die in der Verwaltung zuständig für das Projekt Ganztagsgrundschulen ist.

Nach Einschätzung von Bürgermeister Detlef Schallhorn kommt die Stadt um schnelles Handeln nicht herum. "Seelze ist eine Boomtown." Das Neubaugebiet Seelze-Süd wachse viel schneller als angenommen. Hatte die Stadt damit gerechnet, einen Bauabschnitt vielleicht in drei bis vier Jahren füllen zu können, so sei dieser bereits nach einem Jahr ausverkauft. In die Stadt zögen meist Familien mit Kindern. Auch im Flüchtlingsbereich habe Seelze überwiegend Familien aufgenommen. "Das ist eine andere Nummer als etwa Langenhagen, das 400 alleinstehende Männer genommen hat." Dies habe für Seelze aber zur Folge, dass etwas im Kindergartenbereich und den Schulen getan werden müsse. 

Die Obentrautstadt hätte ohnehin in ihre Schulgebäude investieren müssen, sagt Kaemmerer. Grund sind Vorgaben des Landes, etwa zur Inklusion.

Von Thomas Tschörner

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