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Bahnpläne sorgen für Entsetzen in Almhorst

Seelze Bahnpläne sorgen für Entsetzen in Almhorst

Nach Bekanntwerden des Entwurfs des Bundesverkehrswegeplans 2030, der eine neue Bahntrasse durch Seelzer Stadtgebiet vorsieht, ist in Almhorst die Gründung einer Bürgerinitiative im Gespräch. Die Stadt lädt nächste Woche zu einem Informationsabend ein, denn die Einspruchsfrist endet am 2. Mai.

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Die Bahnanlagen in Seelze mit Blickrichtung Letter.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze/Almhorst. Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 sieht eine neue zweigleisige Bahnstreckenführung zwischen Letter und Minden vor. Diese zweigt in Letter von der vorhandenen Trasse ab und würde nördlich von Harenberg und Döteberg im Bereich von Seelze-Süd und weiter zwischen Almhorst und Almhorster Wald auf das Gebiet der Stadt Barsinghausen verlaufen. "Wir haben bereits mit den politischen Vertretern und den Vorsitzenden der Vereine beraten - einfach, um schon mal so viele Multiplikatoren wie möglich zu haben", sagte Almhorsts Ortsbürgermeisterin Petra Cordes. Betretene Stille habe geherrscht, sie habe die Leute noch nie so sprachlos erlebt.

"Kein Mensch wusste von dieser Planung", sagte Cordes. Sonst würde immer von der Beteiligung der Öffentlichkeit geredet, aber in diesem Fall würden Bürgerrechte mit Füßen getreten. Cordes erinnert sich an die Diskussion, ob eine kleine Feier auf der Ziegenwiese im Almhorster Wald angesichts des Flora-Fauna-Habitat-Gebietes, in dem der Wald liegt, überhaupt zulässig und nicht zu laut für die Tierwelt sein könnte. Nun sollen in der Nähe Züge mit mehr als 200 Kilometer pro Stunde fahren. "Wir sind mittlerweile dabei, eine Bürgerinitiative ins Leben zu rufen", sagte Cordes am Mittwoch.

Bürgermeister Detlef Schallhorn, der sich am Dienstag schon gegen die Pläne ausgesprochen hatte, verweist auf die enge Frist. Nur bis zum 2. Mai könnten Einwohner, Unternehmen, Verbände und Kommunen, die von den Planungen im Bundesverkehrswegeplan betroffen sind, ihre Bedenken und Anregungen äußern. "Die Frist ist unverschämt kurz", sagte der Bürgermeister. Die Stadt sei auch nicht von den Planern informiert worden, dass sie betroffen sei. Jetzt müsse jeder die wenige Zeit für Einwände nutzen. Adressat ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Referat G12. Invalidenstraße 44, D – 10115 Berlin, Stichwort "BVWP 2030", teilt Stadtsprecherin Andrea Kaemmerer mit. Ein Online-Formular sowie Informationen zum Verfahren und weiteren Vorgehen seien unter www.bvwp2030.de zu finden. 

Schallhorn sagte weiter, dass die Verwaltung derzeit an einer Stellungnahme der Stadt zum Trassenverlauf arbeite, die in der Ratssitzung am Donnerstag, 28. April, beschlossen werden könne.

Stadt organisiert Informationsabend: Zu der im Bundesverkehrswegeplan 2030 dargestellten neuen Bahntrasse im südlichen Seelzer Stadtgebiet lädt Bürgermeister Detlef Schallhorn für Donnerstag, 14. April, zu einem Informationsabend in das Forum der Geschwister-Scholl-Schule, Eingang Grand-Couronne-Allee, ein. Bis dahin will die Verwaltung alle verfügbaren Informationen zu Trasse und Verfahren zusammen tragen. Die Versammlung beginnt um 19 Uhr.

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Die Gleise im Bereich des Bahnhofs Seelze, im Hintergrund die Ausläufer von Seelze-Süd.

Quelle: Thomas Tschörner

Von Thomas Tschörner

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