Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Stadt will Online-Beteiligung einstellen

Seelze Stadt will Online-Beteiligung einstellen

Ende des Jahres stellt die Obentrautstadt ihre Online-Bürgerbeteiligung Seelzedirekt ein. Grund ist die geringe Beteiligung, die den Erwartungen nicht entsprochen hat. Mit der Schließung der Bürgerbeteiligungsplattform spart die Stadt jährlich 7200 Euro und kann vorgesehenes Personal anders nutzen.

Voriger Artikel
Soziales Kaufhaus schließt wohl im Dezember
Nächster Artikel
Eltern rügen Änderung von Schulbezirken

Ulrike Pfennigwerth (links) und Petra Friedrichs haben vor gut einem Jahr die Bürgerbeteiligungsplattform SeelzeDirekt präsentiert.

Quelle: Archiv

Seelze. Der Rat der Stadt Seelze hat am Donnerstagabend den Ausstieg aus Seelzedirekt.de einstimmig beschlossen, nachdem bereits der Ausschuss für Zentrale Dienste und Finanzplanung für die Einstellung des Projekts plädierte. Ein Bericht der Verwaltung hatte ergeben, dass die Beteiligung an dem Online-Verfahren nicht wie erwartet war. Seelzedirekt war am 1. Juli 2015 freigeschaltet worden. Auf der Plattform können sich angemeldete Nutzer unterschiedlichen Themenbereichen wie Kinderbetreuung, Schulen, Sport und Kultur oder Bau, Verkehr, Umwelt, Stadtentwicklung und Sauberkeit widmen, für sie wichtige Themen zur Diskussion stellen und um Unterstützer werben. Nach einer Abstimmung auf der Online-Plattform kann es dann eine Beschlussvorlage für die politischen Gremien geben.

Doch die Seelzer reagierten zurückhaltend. Bislang haben nach Mitteilung der Verwaltung 44 Teilnehmer ihre Registrierung abgeschlossen, von denen 41 aktiv sind. Elf weitere Nutzer hätten sich angemeldet, aber ihre Registrierung nicht abgeschlossen. Bislang wurden zwölf Initiativen eingestellt, an denen sich wiederum nur jeweils ein bis drei Personen beteiligten. Im Vergleich dazu seien bei "Wunstorf-Direkt" seit März 2015 bislang 233 Teilnehmer registriert und sieben Initiativen mit zum Teil mehreren konkurrierenden Alternativen abgeschlossen worden, rechnet die Verwaltung vor. Mit weit über 20 Teilnehmern sei auch die Beteiligung an den Initiativen deutlich höher. Allerdings gebe es auch in Wunstorf seit vier Monaten keine neuen Initiativen.

Die schwache Resonanz war auch schon Nutzern von Seelzedirekt aufgefallen: Ein Antrag sprach sich dafür aus, die Internetplattform besser bekannt zu machen. Die Verwaltung verwies dagegen darauf, dass Seelzedirekt in der lokalen Presse vorgestellt wurde und die Leine-Zeitung regelmäßig über das Projekt berichtet hatte. Zwar könnte Seelzedirekt unter anderem mit Aushängen und Flyern weiter beworben werden, eine in dem Antrag angeregte Briefkampagne käme aber aus Kostengründen nicht in Frage.

Von Thomas Tschörner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sms57artkw1m1ujcerv
Adventswochenende klingt musikalisch aus

Fotostrecke Seelze: Adventswochenende klingt musikalisch aus