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Ein Geschenk in hundert Scherben

Seelze Ein Geschenk in hundert Scherben

47. Partnerschaftstreffen zwischen Grand-Couronne und Seelze: Die Bürgermeister Patrice Dupray und Detlef Schallhorn sehen in der Freundschaft eine Möglichkeit, dem Rassismus und dem Anstieg radikaler Gruppen in Europa Einhalt zu gebieten.

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Bürgermeister Patrice Dupray (von links) überreicht seinem Kollegen Detlef Schallhorn die Flammenskulptur aus Holz. Madame Marie-Luise Sorel übersetzt die Reden. Beatrice Lamasouade (links) und Corinne Barris halten das Gastschenkder Seelzer in ihren Händen. Musikschüler aus Grand-Couronne singen Chansons im Forum.

Quelle: Treeske Hönemann

Seelze. Servietten, Fahnen und Girlanden in den Farben der beiden Länder, ein leckeres Büfett von der Lebenshilfe, Musik, Gesang und Tanz, Ansprachen und der Austausch der Gastgeschenke ­– bei der Feier des 47. Partnerschaftstreffens am Sonnabend im Forum der Geschwister-Scholl-Schule herrschte eine fröhliche und ausgelassene Stimmung. "Soyez les bienvenues" hieß ein Plakat auf der Bühne Gäste und Gastgeber willkommen.

Beide Bürgermeister gingen auf die Lage in Europa und der Welt ein. Patrice Dupray: "Uns beunruhigen Kriege und Terrorismus und die daraus resultierende Völkerwanderung sowie der Anstieg radikaler und antirassistischer Gruppen. Das ist eine ernste Gefahr. Unsere Freundschaft zwischen Seelze und Grand-Couronne ist in ihren Aktionen beschränkt, dem etwas entgegen zu setzen. Aber sie ist ein Baustein für ein besseres Zusammenleben. Wir wollen den bereits langen Weg der Freundschaft und Solidarität in Kenntnis unserer Kulturen fortsetzen."

Das ist auch die Ansicht von Detlef Schallhorn. Die Anschläge in Paris und Brüssel hätten ihn sehr betroffen gemacht. "Wir werden uns dem Terror nicht beugen. Wir werden unsere Freiheit nicht aufgeben, wir müssen unsere gemeinsame Freundschaft stärken", antworte der Seelzer Bürgermeister seinem Amtskollegen. Zu seiner Überzeugung gehöre, dass Menschen, die Schutz genötigten, aufgenommen werden müssten. "Die lebendige und blühende Partnerschaft der beiden Städte kann dabei ein Vorbild sein."

Dupray und Schallhorn wollen junge und nachfolgende Generationen in die Partnerschaft einzubinden. "Nach der Kommunalwahl wird es neue Mitglieder im Rat der Stadt geben. Unsere Partnerschaft wird darunter nicht leiden. Im Gegenteil: Auch der neue Rat wird die Freundschaft wohlwollend begleiten."

Schallhorn und Dupray freuten sich, dass die Musikschulen ihrer beiden Städte mit Musik, Gesang und Tanz die Feier gestalteten, viel Applaus bekamen und neue Kontakte knüpften. Dupray ging zudem auf die Rolle der Gastfamilien ein. "Ohne sie wäre die Partnerschaft nicht möglich."

Das Partnerschaftskomitee aus beiden Städten verabredete weitere Treffen. Zum Obentrautfest wird eine Delegation aus Grand-Couronne kommen. Eine Seelzer Gruppe reist zum Weihnachtsmarkt in die Normandie. Das nächste Partnerschaftstreffen ist für den 19. bis 22. Mai in Frankreich vorgesehen. Darüber hinaus gibt es den Schüleraustausch.

Die Stadt Seelze erhielt als Gastgeschenk eine Skulptur aus Holz einer Künstlerin aus Grand-Couronne. Sie stellt eine Flamme dar. Schallhorn revanchierte sich mit einer Standansicht von Seelze in Aquarell, einer Keramik, die einen Hahn als Wappen der Stadt zeigt. Schallhorn passierte kurz danach ein Missgeschick: Die Keramik zerbrach. "Scherben bringen Glück", sagte Gäste wie Gastgeber sofort. Und der Hahn wird selbstverständlich noch einmal angefertigt.

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Von Redakteur Treeske Hönemann

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