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Brotkorb klagt über Vandalismus an Gebäude

Seelze Brotkorb klagt über Vandalismus an Gebäude

Die Klingel am Eingang ist verbrannt, an der Tür sind Spuren von Fußtritten zu sehen und Wände wurden beschmiert: Unbekannte haben am Gebäude des Seelzer Brotkorbs an der Humboldtstraße 14 diverse Schäden verursacht. Die Hilfseinrichtung sorgt sich um ihr Domizil und hat die Randalierer angezeigt.

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Die brennende Klingel hat Spuren an der Wand hinterlassen.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. "Veschmutzungen wie leere Flaschen und Becher räumen wir kommentarlos weg", sagt Marion Straschewski, Vorsitzende des Seelzer Brotkorbs. Doch in der Nacht zu Karfreitag hätten es die Randalierer arg getrieben. Die Unbekannten setzten das Plastikgehäuse samt Klingelknopf in Brand, das zwei schwarze Rußstreifen an der Hauswand hinterließ. Außerdem traten sie gegen die Tür, erkennbar an den Mustern der Schuhsohlen, und beschmierten die Wand. Es sei bereits der zweite derartige Vorfall, sagt Straschewski. Über die Schadenshöhe könne noch nichts gesagt werden, doch darum ginge es auch gar nicht. "Wir haben Angst, dass die Hütte abbrennen könnte", sagt die Vorsitzende. Deshalb habe der Brotkorb die Unbekannten jetzt angezeigt.

Die Polizei ermittelt jetzt wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Schaden genommen habe auch ein Element eines Bauzaunes, der das Gebäude des Brotkorbes vom Gelände des Schulzentrums Seelze trennt. Die Beamten vermuten ein Trinkgelage, zumal auch Scherben von Alkoholflaschen gefunden wurden. "Wir haben da ein Auge drauf", sagte ein Sprecher des Kommissariats Seelze.

Anwohner hätten sich beschwert, dass auf dem Gelände des Brotkorbs gefeiert werde, sagt Straschewski. Der Brotkorb habe prinzipiell nichts dagegen, dass sich dort friedlich Leute treffen. "Doch wir erwarten einen respektvollen Umgang mit fremden Eigentum." Ein Brandschaden an dem Gebäude wäre mit das Schlimmste, was der Einrichtung passieren könne. Nachdem die Kirchengemeinde ihre Räume für den Brotkorb nicht mehr zur Verfügung stellen konnte, habe der Verein nur mit viel Mühe und Unterstützung der Stadt schließlich die ehemalige Hausmeisterwohnung des Schulzentrums als neues Domizil beziehen können. Der Brotkorb versorgt mit rund 100 ehrenamtlichen Helfern jede Woche knapp 900 Bedürftige mit Lebensmitteln. Dazu betreibt der Verein eine Kleiderkammer.

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Von Thomas Tschörner

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