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Seelze Spielerisch zu besserem Deutsch

Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist: Unter diesem Credo steht das Bundesprogramm "Sprach-Kitas". Es unterstützt sprachliche Bildung an Kindertagesstätten. Die katholische Kita St. Michael nimmt als einzige Einrichtung in Seelze an dem Programm teil.

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Im Kita-Alltag setzt sich Angelika Brigant für die Sprachentwicklung der Kinder ein.

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. Auf 16 Sprachen werden die Besucher im Eingangsbereich der Kita St. Michael begrüßt. "Von unseren 85 Kindern haben 41 einen Migrationshintergrund", erzählt Annemarie Persson, die Leiterin der Kindertagesstätte. Wegen der Vielzahl der Muttersprachen ist die sprachliche Förderung ein zentrales Ziel der Einrichtung. Deshalb hat sie sich mit Unterstützung von Pfarrer Norbert Mauerhof im vorigen  Jahr für das neue Sprachprogramm des Bundesfamilienministeriums beworben. Seit Anfang Februar läuft das Projekt an der Seelzer Kita. Durch die sprachliche Bildung im ganz alltäglichen Umgang miteinander soll frühzeitig für Chancengleichheit gesorgt werden.

Die Teilnahme an dem Projekt bringt den Einrichtungen einige Vorteile: Die Erzieherinnen werden von der Diplom-Sprachheilpädagogin Angelika Brigant unterstützt. Sie berät die Eltern und die Erzieherinnen und beschäftigt sich selbst vor Ort intensiv mit den Kindern: "Es ist wichtig, die Kinder immer wieder zum Sprechen aufzufordern", sagt Brigant. Beim gemeinsamen Lesen und Spielen lernen sie ihrzufolge viel voneinander.

In dem neuen Programm sind zwölf Einrichtungen in der Region zu einem Verbund zusammengeschlossen: Bei regelmäßigen Treffen werden im Austausch neue Ideen für die Praxis gewonnen. Der gesamte Alltag in der Kita soll die Sprachentwicklung der Kinder anregen. Eine Voraussetzung für die Teilnahme an dem Projekt ist, dass ein Viertel der Kinder einen Migrationshintergrund hat. Zudem muss eine Krippe zu der Kindertagesstätte gehören.

Schon seit 2011 ist die katholische Kindertagesstätte Sprach-Kita. Das Programm "Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" lief von 2011 bis 2015. Früher war das Projekt nur auf jeweils ein Jahr ausgerichtet, das neue Programm läuft über vier Jahre. "Jetzt ist eine längerfristige Planung möglich", erzählt Brigant.

Ein wichtiges Ziel der Kita bestehe darin, den Kontakt mit den Eltern zu vertiefen: Bei einem Elterncafé und verschiedenen Themenabenden sollen die Eltern regelmäßig miteinander ins Gespräch kommen.

Von Rebecca Hürter

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