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Neue Hoffnung auf Lärmschutz?

Seelze Neue Hoffnung auf Lärmschutz?

SPD und Grüne fordern die Verwaltung auf, aktiv zu werden in Sachen Lärmschutz. Die Stadt soll sich zusammen mit Garbsen beim Niedersächsischen Verkehrsminister für eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A2 zwischen Kolenfeld und Herrenhausen einsetzen.

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Dauerlärmquelle A2: Nach Fordernungen aus Seelze und Garbsen soll es wenigstens nachts leiser werden.

Quelle: Bernd Riedel

Dedensen. Das Thema Lärmschutz ist ein Dauerbrenner in den Ortsteilen Dedensen und Gümmer. Seit Jahren klagt der Ortsrat über die Lärmbelastung wegen des Verkehrs auf der nahe gelegenen Autobahn. Mehrfach hatten Kommunalpolitiker die Stadt aufgefordert, etwas dagegen zu unternehmen und sich für mehr Lärmschutz einzusetzen. Nun macht die SPD gemeinsam mit den Grünen erneut politischen Druck und fordert eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu Nachtzeiten auf der A2, um wenigstens zu dieser Zeit eine Lärmminderung zu erreichen.

Messungen der mobilen Messanlage des Flughafens Hannover hätten 2015 für Dedensen ergeben, dass der Mittelwert der Geräuschbelastung zwischen 22 und 6 Uhr mit 52 db(a) um zwölf db(a) über dem zulässigen Grenzwert für die Nachtzeiten liegt, schreiben SPD und Grüne. Auch wenn der für Spitzen zulässige Grenzwert von 55 db(a) am Messstandort in den Reuterwiesen noch nicht betroffen war, dürfe dennoch nicht außer Acht gelassen werden, dass bei Schall der Grundsatz der Verdoppelung gilt. Das heißt, dass mit jeder Verdopplung der Entfernung zwischen Schallquelle und Hörer der Schallpegel  um 6 db(a) abnimmt. Da der Standort der Messanlage etwa 500 Meter von der Autobahn entfernt war, müsse man davon ausgehen, dass sämtliche Wohnungen ab einer Entfernung von etwa 375 Metern zur Autobahn dauerhaft mit 55 db(a) beschallt werden.  

SPD und Grüne fordern die Stadt auf, sich mit Garbsen beim Niedersächsischen Verkehrsministerium für eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzusetzen. Hintergrund dafür ist ein Bericht in der Leine-Zeitung vom 12. April. Daraus geht hervor, dass die Bigum (Bürgerinitiative für Garbsen und Umgebung) ihrerseits eine Tempobegrenzung in den Nachtstunden fordert und auf Unterstützung des niedersächsischen Wirtschaftsministers Olaf Lies setzt. Dieser hatte in Gesprächen mit der Bürgerinitiative durchblicken lassen, dass das Ministerium die Forderungen nicht rundweg ablehnt und Möglichkeiten der Umsetzung prüfen würde.

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