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Erntekrone für Bauernmarkt nimmt Gestalt an

Seelze Erntekrone für Bauernmarkt nimmt Gestalt an

Historische Maschinen sind ihre Leidenschaft. Zahlreiche Seelzer haben sich im Verein HMS zusammmengeschlossen, restaurieren Traktoren oder Kartoffelsortiermaschinen und werden während des Obentrautmarktes am Sonntag, 24. September, einen ganzen Bauernmarkt auf die Beine stellen.

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Sie gestalten die Erntekrone für das Obentraut-Fest: Peter Blume (von links), Lisa Heitmüller sowie Andrea und Heinrich Rindfleisch.

Quelle: PATRICIA CHADDE

Döteberg. Die Gestaltung der Erntekrone, als Symbol des Bauernmarktes, hält vier Akteure schon seit Juni auf Trab. Lisa Heitmüller weiß, wie die getrockneten Getreidehalme gebunden werden müssen und wie man sie zu einer schönen Form zusammenfügt. "20 Erntekronen habe ich bestimmt schon gebunden", berichtet die Dötebergerin. Die meisten Erntefest-Symbole entstanden in jungen Jahren, aber wie beim Schwimmen oder Radfahren, hat man den Bogen schnell wieder raus. 

Damit sich die vor Ort angebauten Getreidesorten auch in der Erntekrone wiederfinden, sind die Döteberger Andrea und Heinrich Rindfleisch ebenso wie Peter Blume seit Juni mit Adleraugen durch die Feldmark gezogen und haben nach gut gewachsenem Halmen und gefüllten Ähren Ausschau gehalten. "Das Hochwasser hätte uns beinahe einen Strick durch die Rechnung gemacht", erinnert sich Peter Blume. Doch mit der Sense wurden ausreichende Mengen Gerste, Roggen, Weizen und Hafer geschnitten. "Natürlich müssen wir schneller sein als der Drescher", berichtet Andrea Rindfleisch, in deren Scheune die Halme gebündelt und auf einer Leine zum Trocknen aufgehängt wurden. "Hoch genug, damit die Mäuse nicht drankommen", wie Heinrich Rindfleisch ergänzt.

Die Ausbeute kann sich sehen lassen. Während die Herren geknickte Halme und unvollständige Ähren aussortieren, bündelt Andrea Rindfleisch das Getreide zu kleinen Sträußen, die das Grundmaterial für Erntekronen-Profibindern Lisa Heitmüller werden sollen. Die stutzt die Halme in der jeweils benötigten Länge und bindet sie dann fächerförmig angeordnet an einem Strohgerippe fest.

Seit 9 Uhr morgens ist die Gruppe in der Döteberger Scheune fleißig, zur Stärkung gibt es heißen Kaffee und Plattenkuchen. Neun Stunden rechnen die Vier für die Endphase ihres Projektes. Und das macht noch einmal deutlich, wieviel Zeit die Pflege landwirtschaftlicher Traditionen erfordert.

Bauernmarkt am 24. September

Rund 100 freiwillige Helfer organisieren den HMS-Bauernmarkt entlang der Bremer Straße und auf Schomburgs Hof, um verschiedene Techniken und Traditionen zu präsentieren. Frank Helberg lässt seine Schafe scheren. Die Wolle wird vor Publikum gefilzt beziehunsgweise versponnen. Rudi aus Northen rückt mit seinem Kürbissortiment an und ein extra erworbener Kartoffelroder ergänzt die Kartoffelsortiermaschine. Schließlich sind Erdäpfel ein Schwerpunkt der regionalen Ernährung und werden vom Harenberger Hof Dröge angeboten. Vom Lanz Bulldogg, Baujahr 1934, bis zum modernen Schlepper des Bauhofes wird außerdem ein beachtliches Maschinen-Spektrum ausgestellt. Auch Getreide spielt wieder eine Rolle. "Bei uns können die Körner den Getreidesorten zugeordnet werden", berichtet Peter Blume. Die Goethegirls nähen Kinderkleidung und die Feuerwehren Garbsen, Neustadt, Ronnenberg, Seelze und Wunstorf stellen historisches Feuerwehrgerät vor. Außerdem lassen sich Velbers Imker Oskar Narten und der Fallingbosteler Baumschnitzer Stefan Rausch über die Schulter schauen, während Pilzkenner Horst Labitzke über das Sammeln von Speisepilzen informiert.

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Von PATRICIA CHADDE

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