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Stadt will Trasse aus Plan entfernen lassen

Seelze Stadt will Trasse aus Plan entfernen lassen

Die umstrittene Bahntrasse im Süden von Seelze soll auf dem Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 wieder heraus genommen worden, sagt Bürgermeister Detlef Schallhorn. "Das muss unser Ziel sein." Schallhorn betonte erneut, dass die Stadt von der Planung völlig überrascht worden sei.

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Südlich der bestehenden Bahnanlagen soll möglicherweise eine neue Trasse entstehen, von der Seelze-Süd (im Hintergrund) betroffen sein könnte.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Schallhorn sagte, dass eine neue Bahntrasse für den Bereich Hannover-Minden mit zwei zusätzlichen Gleisen schon seit Jahren im Gespräch sei. Wo diese Trasse aber genau verlaufen sollte, sei nie thematisiert worden. Viele hätten angenommen, dass einfach die bestehende Linie genutzt werden würde. Deshalb habe auch niemand Argwohn gehabt. "Für Nichteingeweihte ist das die totale Überraschung", sagte Schallhorn. Nach dem Entwurf zweigt in Letter eine zweigleisige Trasse von der aktuellen Bahnlinie ab und wird nördlich von Harenberg und Döteberg durch den Bereich Seelze-Süd und dann weiter zwischen Almhorst und Almhorster Wald auf das Gebiet der Stadt Barsinghausen geführt. 

Unterdessen hat Velbers Ortsbürgermeister Erhard Klein (SPD) eine "ganzheitliche Betrachtung" der Bahntrasse angeregt. Die üblichen Abwehrreflexe wie Gefährdung der Stadtentwicklung, Damoklesschwert und Gefährdung von Biotopen reichten nicht aus, ist Klein überzeugt. Die deutsche Ingenieurskunst sollte bei der Bewertung eines solchen Vorhabens nicht außer Acht gelassen werden, denn in vielen Bereichen der Bundesrepublik gebe es in Tröge gelegte Bahntrassen, die auch noch mit einem Deckel versehen worden seien. Dies störe die Entwicklung der angrenzenden Orte nicht, sondern fördere sie sogar, etwa durch weniger Lärm. Klein betont auch, dass eine Entlastung der bisherigen Bahntrasse von Schnellzügen auch eine Verringerung des Lärms in den anderen, an der Bahn liegenden westlichen Stadtteilen von Seelze bedeuten würde.

Klein sieht eine Möglichkeit, einen aus seiner Sicht von der Stadt gemachten Fehler zu korrigieren. Vor einigen Jahren sei die Nichtverlegung der B 441 nach Süden beschlossen worden, obwohl die Finanzierung des Projekts der Bund übernommen hätte.

Schallhorn sagte zu Kleins Anregungen, dass er die Hinweise aus Velber mit dem Rat besprechen werde. "Mein Ziel ist aber, dass die Stadt alles tut, um das Projekt zu verhindern." Die B 441 sei damals gerade nicht verlegt worden, um sich den Gestaltungsspielraum zu erhalten.

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Von Thomas Tschörner

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