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Job-Paten geben ehrenamtliche Beratung auf

Seelze Job-Paten geben ehrenamtliche Beratung auf

Die JobPaten Seelze geben ihre ehrenamtliche Unterstützung von Schülern und jungen Erwachsenen auf. Als Grund nennen die Helfer die mangelnde Unterstützung der Stadt. Dabei habe die Verwaltung gerade einen neuen Anlauf zur Unterstützung nehmen wollen, bedauert Stadtsprecherin Andrea Kaemmerer.

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Die Jobpaten Lars Schneehage (von links), Kirstin Witte, Stefanie Huskamp und Birgül Akdagli geben ihre ehrenamtliche Tätigkeit auf.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Die JobPaten sind eine Gruppe von sechs berufstätigen Erwachsenen diverser Berufe, die alle in ihren Aufgabengebieten mit Jugendlichen zu tun und Erfahrungen im Bereich Ausbildung, Arbeitsvermittlung und Personalwesen haben. Sie helfen bereits seit 2010 Schülern und jungen Erwachsenen ehrenamtlich bei der Suche nach Ausbildungs- und Praktikumsplätzen sowie der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, unterstützen bei der Berufsorientierung und bieten Coaching für Bewerbungssituationen an. Ziel war dabei, möglichst vielen Jugendlichen den beruflichen Weg zu ebnen und in Kooperation mit Seelzer Firmen dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. 

Doch die JobPaten vermissen die Unterstützung der Stadt. "Die Koordination ist ein Stück weit verloren gegangen", sagt der Maschinenbautechniker Lars Schneehage. Er gehört mit Arbeitsvermittlerin Birgül Akdagli, dem selbstständigen Versicherungskaufmann und Ausbilder Wolfgang Dembeck, Versicherungskauffrau Stefanie Huskamp, Ausbilder Jürgen Hilgefort und Personalfachkauffrau Kirstin Witte zu den JobPaten Seelze. Habe es am Anfang noch einen Bürgerarbeitsplatz gegeben, der zudem auch noch mit einer ausgebildeten Sozialpädagogin besetzt war, so kümmerten sich in der Folge Wirtschaftsförderin Andrea Kaemmerer, Ehrenamtslotsin Martina Krapp sowie seit kurzem die neue Ehrenamtslotsin Irene Hartinger-Irek um Termine mit Schulen zu machen, Schüler direkt anzusprechen und Werbung zu machen. Denn wegen der eigenen Berufstätigkeit seien die JobPaten nicht in der Lage, vormittags aktiv zu werden. "Eine Koordinatorin wäre für uns wichtig gewesen", sagt Kirstin Witte. Doch die Stadt habe sich immer mehr aus der Unterstützung herausgezogen. In Gesprächen habe der Bürgermeister zwar Hilfe zugesagt, doch passiert sei nichts. Auch um Fördergeld habe sich die Stadt nicht bemüht. Deshalb geben die JobPaten jetzt auf.

Stadt bedauert Entscheidung: "Das kommt für uns überraschend", sagte Stadtsprecherin Andrea Kaemmerer. Erst vor zwei Monaten sei es in einem Gespräch mit dem Bürgermeister darum gegangen, wie die Unterstützung verbessert werden kann. Die Aufgabe der ehrenamtlichen Helfer sei wichtig. Eine Hauptschwierigkeit sei dabei, die Jugendlichen in den Schulen zu motivieren, Kontakt aufzunehmen und etwa zu den regelmäßigen Angeboten zu kommen. Dafür müsse jemand Werbung in den Schulen machen. Dies könnten Berufstätige kaum leisten. Die Stadt habe jetzt einen neuen Anlauf nehmen wollen, um den JobPaten zu helfen. "Es ist sehr schade, dass sie ausgerechnet jetzt dieses Projekt beenden." Denn die JobPaten hätten eine tolle Arbeit gemacht und vielen Jugendlichen geholfen", sagte Kaemmerer.

Von Thomas Tschörner

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