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Raabe: Bahntrasse gefährdet wichtige Biotope

Seelze Raabe: Bahntrasse gefährdet wichtige Biotope

Die durch das südliche Seelze verlaufende Bahntrasse im Entwurf des Bundesverkehrswegeplan 2030 ist nach Ansicht von Willi Raabe eine Katastrophe für die Natur. Denn die Trasse würde durch das besonders geschützte Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) verlaufen und wertvolle Biotopbereiche zerstören.

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Naturschutzbeauftragter Willi Raabe kritisiert die geplante Bahntrasse durch Seelze

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Als ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter der Region Hannover für das Gebiet der Stadt Seelze sei er aufgeschreckt, sagt Raabe. "Der Korridor ist für mich unakzeptabel, die Planung ist für mich ein Albtraum." Der Entwurf sieht eine zweigleisige Bahntrasse zwischen Letter und Minden vor. Diese zweigt in Letter von der aktuellen Bahnlinie ab und wird nördlich von Harenberg und Döteberg durch den Bereich Seelze-Süd und dann weiter zwischen Almhorst und Almhorster Wald auf das Gebiet der Stadt Barsinghausen geführt. Proteste gegen den Plan gibt es bereits aus Almhorst und von Bürgermeister Detlef Schallhorn, der durch die Pläne Seelzes Stadtentwicklung schwer beeinträchtigt sieht.

Raabe verweist darauf, dass die mögliche Trasse das FFH-Gebiet in Mitleidenschaft ziehe, ebenso wie wertvolle Biotopbereiche und schützenswerte Landschaftsteile. Selbst eine Verlegung der Schneise bringe Probleme für die benachbarten Wasserschutzgebiete mit sich. "Das ist in der Kürze der Zeit fast wie ein Überfall", sagt Raabe. Die von dem Netzunternehmen Tennet vor einigen Monaten präsentierte Stromtrasse Südlink, von der möglicherweise auch Seelzer Gebiet betroffen worden wäre, sei dagegen ein Waisenknabe.

Die drohende Zerstörung der Natur sei zwar sein Hauptanliegen, die Trasse hätte aber auch für die Stadtentwicklung nur Nachteile. Denn die Planung nehme keine Rücksicht auf vorhandene Baugebiete. "Die Entwicklung von Seelze wäre dann verbaut", sagt Raabe. Die Obentrautstadt sei in der Region ohnehin schon "die graue Maus". Die Frage sei, ob Seelze dies ewig bleiben wolle. Dabei sei die Stadt gerade auf dem Weg, etwas aus dem Neubaugebiet Seelze-Süd zu machen. Die dort schon wohnenden Eigentümer müssten mit Wertminderung ihrer Häuser rechnen, sollten die Pläne realisiert werden.

Keine Gefahr durch Pelzbienen: Als erste Bienenart im Jahr schwirrt derzeit die sogenannte Frühlings-Pelzbiene aus. Anzutreffen sind die etwa 14 bis 16 Millimeter großen pelzigen Insekten im Moment gehäuft auf Spielplätzen, sodass besorgte Eltern sich auch schon an die Seelzer Polizei gewandt haben. „Von den Frühlings-Pelzbienen geht keine Gefahr aus. Sie ist nicht angriffslustig. Zudem ist ihr Stachel so weich, dass er die menschliche Haut nicht durchdringen kann“, informiert Willi Raabe als Naturschutzbeauftragter und bittet darum, diese schutzwürdigen Tiere in Ruhe zu lassen. Da das Auftreten der Bienen auch vermehrt bei Migranten für Angst gesorgt hat, plant die Stadt eine mehrsprachige Aufklärung durch die Integrationslotsen. Mehr Informationen gibt es unter wespen.in-garbsen.de.  rem


Von Thomas Tschörner

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