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Schallhorn: Hallen sind bis 22 Uhr geöffnet

Seelze Schallhorn: Hallen sind bis 22 Uhr geöffnet

Der Forderung aus dem Ausschuss für Bildung und Freizeit, die Sporthallen bis 23 Uhr den Vereinen zur Verfügung zu stellen, hat Bürgermeister Detlef Schallhorn eine Absage erteilt. "Das können wir nicht erfüllen." Grund seien die Verträge des Reinigungspersonals, die eine Arbeitszeit von 22 bis 2 Uhr festschreiben.

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Das Schulzentrum Seelze, hier vom Turm von St. Martin gesehen, verfügt ebenfalls über Sportanlagen.

Quelle: Thomas Tschörner (Archiv)

Seelze. Der Arbeitskreis Seelzer Sportvereine, der 25 Vereine mit gut 9500 Sportlern vertritt, hatte sich über die Schließung der Sporthallen um 22 Uhr beklagt und eine Öffnung bis 23 Uhr gefordert. Diesen Vorstoß hatte der Ausschuss für Bildung und Freizeit grundsätzlich unterstützt: Bis zur nächsten Sitzung des Gremiums sollte eine Öffnungszeit bis 23 Uhr für die städtischen Sporthallen gelten.  Die CDU-Fraktion hatte zudem einen Antrag vorgelegt, nach dem die Öffnungszeiten in den Hallen der Regenbogenschule, des Georg-Büchner-Gymnasiums, der Brüder-Grimm-Schule und in Dedensen für Punktspiele erst um 23 Uhr enden sollen.

Bürgermeister Detlef Schallhorn hält den Vorstoß des Ausschusses für problematisch. "Die Arbeitsverträge der Reinigungskräfte sehen Zeiten von 22 bis 2 Uhr vor." Um die Hallen bis 23 Uhr geöffnet zu lassen, müssten diese Verträge geändert werden. Seien die Mitarbeiter damit einverstanden, sei es gut - wenn nicht, hätte die Stadt ein Problem. Diese Situation sei dem Ausschuss bekannt gewesen. "Wir können deshalb die Forderung nicht sofort umsetzen", sagte Schallhorn. Es sei auch fraglich, ob die Mitarbeiter einer Änderung ihrer Arbeitszeiten zustimmen. Denn für viele reiche der Verdienst aus den vier Stunden Reinigungsarbeit nicht aus, sie hätten Zweit- oder auch Drittjobs. Eine Verschiebung der Zeiten würde möglicherweise negative Auswirkungen auf die anderen Arbeitsplätze haben.

Stadtsprecher Carsten Fricke sieht die Ansage des Ausschusses kritisch: "Die Mitarbeiter haben gültige Arbeitsverträge und plötzlich stehen Vertreter von Sportvereinen vor den Putzkräften und berufen sich auf die Nutzungszeit bis 23 Uhr." Deshalb könne er auch den aktuell vorgelegten Hallenbelegungsplan nicht genehmigen, der bereits an einigen Terminen eine Schließzeit um 23 Uhr vorsieht, sagte Schallhorn. Die Kritik, dass die Stadt die Reinigungszeit von ursprünglich 6 bis 8 Uhr auf 22 bis 2 Uhr geändert und damit die Situation verschlechtert habe, lässt der Bürgermeister nicht gelten. Die Qualität der Reinigung sei vorher schlecht gewesen. Deshalb habe sie die Stadt selbst übernommen und ausgeweitet. Weil die Hallen nach der Reinigung feucht seien, hätten andere Zeiten gewählt werden müssen. Denn die Schulen wollten für den Sportunterricht trockene Räume. "Aus Gründen des Unfallschutzes muss in der Nacht gereinigt werden", betonte Schallhorn. Als er selbst noch aktiv Sport getrieben habe, sei um 21.45 Uhr in der Sporthalle automatisch das Licht ausgegangen. Um 22 Uhr hätten die Sportler dann die Halle verlassen haben müssen. "Das hat auch funktioniert."

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