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Stadt sieht Sanierung des Hallenbades kritisch

Seelze Stadt sieht Sanierung des Hallenbades kritisch

Die Stadtverwaltung sieht eine weitere Sanierung des Hallenbades in Letter angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt sehr kritisch. Hintergrund ist, dass die Ende 2015 eingeplanten 250.000 Euro für die Erneuerung von Lüftungsanlage und Beckenkopf nun in den Brandschutz fließen. Über die Zukunft des Bades muss nun die Politik beraten.

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Bereits 2015 formierte sich in Letter der Widerstand gegen die drohende Aufgabe des Bades, damals unterstützte Landwirt Stephan Löhr die SG-Schwimmsparte und den Qualle-Verein beim Einsatz um den Erhalt des Bades.

Quelle: privat

Letter. In der jüngsten Ratssitzung hatte Bürgermeister Detlef Schallhorn angekündigt, dass die Verwaltung für das Bad eine neue Vorlage erarbeiten werde. Denn die von der Stadt für die Sanierung zur Verfügung gestellten 250.000 Euro müssten nun für die Verbesserung des Brandschutzes eingesetzt werden. Andernfalls drohe eine Schließung des Bades durch die Brandschutzbeauftragte der Region Hannover. Bereits 2015 war die Aufgabe des Bades aus Kostengründen  im Gespräch, scheiterte aber an den Protesten der Bürger. Seitdem versucht die Stadt, das Hallenbad ohne eine Komplettsanierung zu erhalten - ein Plan, der durch die Brandschutzanforderungen erschwert wird.

Die Verwaltung hat jetzt für rund 7750 Euro das Sanierungsgutachten neu gliedern und ein Brandschutzkonzept erarbeiten lassen. Danach würde eine brandschutztechnische Ertüchtigung des Hallenbades mit knapp 210.000 Euro zu Buche schlagen. Die Arbeiten sollen noch in diesem Monat ausgeschrieben werden. Für weitere Maßnahmen blieben dann aber nur noch etwa 32.500 Euro übrig. Der Verein Die Qualle, der das Hallenbad in Letter ehrenamtlich betreibt, sieht dagegen die Erneuerungen von Beckenkopf und Lüftungsanlage als höchste Priorität für den Weiterbetrieb des Bades. "Aus fachlicher Sicht kann diese Haltung bestätigt werden", erklärt die Verwaltung in ihrer Informationsvorlage für die politischen Gremien. Dafür fielen aber Kosten von rund 339.000 Euro an - etwa 205.800 Euro für die Lüftungsanlage und circa 133.200 Euro für den Beckenkopf. Abzüglich der noch zur Verfügung stehenden 32.500 Euro gebe es somit eine Finanzierungslücke von rund 307.000 Euro.

Wenn die Stadt dieses Geld zur Verfügung stellen würde, wäre damit das Hallenbad aber noch nicht vollständig saniert. Das in Auftrag gegebene Gutachten kam auf eine Gesamtsumme von circa 3 Millionen Euro für die Sanierung von Gebäude und Technik. Die Verwaltung erklärt, dass nach Beckenkopf und Lüftung eine energetische Sanierung anstünde, die mit weiteren rund 456.000 Euro kalkuliert werde. Auch das Heizsystem, die Trinkwasser- und Warmwasserbereitung sowie Entwässerung und Umwälzpumpen stünden auf die Prioritätenliste ganz oben, was weitere 422.750 Euro bedeuten würde.

Zweitrangig seien dagegen die Sanierung im Umkleide- und Eingangsbereich sowie der Duschen mit  Kosten von 815.522 Euro und die Heizungsregulierung und Gebäudeleittechnik mit Investitionen von rund 206.000 Euro. Die Verwaltung betont, dass auch bei Bereitstellung weiteren Geldes für Lüftung und Beckenkopf kurzfristig weiterer und dringender Bedarf für weitere Investitionen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro geben werde. Ein langfristiger Aufschub der energetischen Sanierung sei aus Gründen des Klimaschutzes zudem nicht geboten. Angesichts der weiterhin angespannten Finanzlage der Stadt stehe die Verwaltung der Sanierung mit dem daraus resultierenden Finanzbedarf sehr kritisch gegenüber.

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