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Selbst der Bischof war beim Busch-Abend da

Letter Selbst der Bischof war beim Busch-Abend da

Mit viel Humor haben Kantor Harald Röhrig und Pastor Andreas Hausfeld am Freitagabend bei „Was im tiefsten Grunde wurzelt“ dem Dichter Wilhelm Busch gedacht.

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Kantor Harald Röhrig (links) und Pastor Andreas Hausfeld spielen Streiche nach und erzählen Anekdoten von Wilhelm Busch. Hönemann

Quelle: Treeske Hönemann

Seelze. Die humorvolle, gesellige Runde im Bodelschwingh-Haus hätte Wilhelm Busch gefallen. Sie kannte sich gut aus mit Leben und Werk des 1832 in Wiedensahl geborenen Dichters und Zeichners. Und das war auch gut. Denn Einlass zum Wilhelm-Busch-Abend gewährten die Initiatoren, Kantor Harald Röhrig und Pastor Andreas Hausfeld, nur denen, die den Autor zitieren konnten.

Ein Spickzettel hing zur Sicherheit im Foyer. Viele Besucher verschafften sich mit „Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör“ Zutritt. Das Zitat konnten sie gleich auf dem Rätsel-Zettel eintragen. Die Beantwortung weiterer Fragen zum Beispiel wie Max und Moritz enden und wer sie verzehrt ergab sich im Laufe des Abends. Wer aufgepasst hatte und alle Fragen beantworten konnte, durfte auch das Bodelschwingh-Haus wieder verlassen. Röhrig, der unter anderem den Lehrer Lämpel gab, und sein Zeitgenosse Hausfeld, hatten damit gedroht, die Besucher bis zum nächsten Gottesdienst einzuschließen.

Ihr Abend war eine Verbeugung vor dem protestantisch geprägten Humoristen, dessen meistverkauftes Kinderbuch aller Zeiten, die Streiche von Max und Moritz, vor 150 Jahren erschien. „Was im tiefsten Grunde wurzelt“, hatten sie ihren kirchlich-heiteren Abend betitelt. „Ähnlichkeiten mit anwesenden Pastoren und Organisten sind rein zufällig“, sagte Hausfeld zu Beginn. Der Pastor und Busch-Liebhaber und sein Adjutant an diesem Abend stellten in Spielszenen den Autor und sein Werk vor, zeigten alte Bilder und unterhielten ihr Publikum bestens. Im Kanon gesungen wurden freche Lieder aus der Zeit Buschs.

In der Pause schaute der Bischof vorbei. Kennern war klar, dass es sich dabei nur um das hochprozentige Getränk aus dem Hieronymus handeln kann. Als Alternative wurde auch Pharisäer angeboten. Nach so viel Busch ist dennoch in der Kirchengemeinde nicht Schluss. Am Sonntag, 20. September, geht es in St. Michael um „Lohn der guten Tat - Wilhelm Busch im Gottesdienst“. Beginn ist um 11 Uhr.

Von Treeske Hönemann

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Von Redakteur Treeske Hönemann

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