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Senioren wollen eigenen Beirat wählen

Seelze Senioren wollen eigenen Beirat wählen

Der Seniorenrat der Stadt Seelze kämpft mit einer Petition erneut dafür, dass bei der nächsten Kommunalwahl offiziell ein Seniorenbeirat gewählt wird. Die Stadtverwaltung hält von dem Vorstoß wenig, über den der Rat entscheiden muss.

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Ein Senioren-Paar sitzt auf einer Bank.

Quelle: Christian Charisius/dpa

Seelze. Der Seniorenrat kümmert sich bereits seit einigen Jahren um die Interessen von älteren Menschen in Seelze, organisiert unter anderem Informationsnachmittage und steht für Beratungen zur Verfügung. Die Akteure werden von diversen Vereinen, Verbänden und Organisationen in das Gremium entsandt.

Bereits 2013 war der Seniorenrat mit dem Wunsch nach einer Wahl der Seniorenvertretung gescheitert. Der Vorsitzende Hans Werner Weiss hatte in einem gewählten Seniorenbeirat mehr Mitwirkungsmöglichkeiten und eine bessere Repräsentanz der rund 9300 Seelzer im Alter von mehr als 60 Jahren gesehen.

Die Verwaltung hatte damals dagegen argumentiert, dass rund ein Drittel der Mitglieder des Rates und der Ortsräte älter als 60 Jahre sei - und somit die Senioren in den politischen Gremien ausreichend repräsentiert seien. Außerdem hatte die Verwaltung auf die Kosten einer Wahl hingewiesen, unter anderem für Porto und Wahlzettel.

Jetzt unternimmt der Seniorenrat einen erneuten Anlauf, doch noch zu einer Wahl zu kommen. „Die Erfahrung in anderen Kommunen mit Seniorenbeiräten zeigt, dass diese der Verwaltung die Arbeit abnehmen und sie entlasten“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Seniorenrats, Werner Blanke. Außerdem würden eben doch Seniorenthemen stärker auf die Tagesordnung gebracht. In den Seelzer Ratssitzungen habe er es dagegen kein einziges Mal erlebt, dass spezifische Themen für Senioren auf der Tagesordnung gestanden hätten. Wenn die Unterlagen mit denen der Kommunalwahl zugestellt würden, gebe es auch keine Portokosten, sagt Blanke.

Die Verwaltung hält dagegen nach wie vor einen gewählten Beirat für nicht erforderlich und verweist auf die Altersstruktur der politischen Gremien, die unverändert sei. Weiss sei als Vorsitzender des Seniorenrats zudem im Ausschuss für Ordnung und Soziales beratendes Mitglied und könne dort auch die Interessen der Senioren einbringen und vertreten. Selbst wenn die Wahl eines Seniorenbeirats gleichzeitig mit einer anderen Wahl abgehalten würde, gebe es zusätzliche Kosten für Wahlbenachrichtungen von rund 200 Euro und gut 4000 Euro für Porto. Außerdem fielen Arbeitsstunden in der Verwaltung an, etwa für die Aufstellung einer von den Gremien abzusegnenden Satzung.

Mit der neuen Petition des Seniorenrats beschäftigt sich der Seelzer Rat voraussichtlich in seiner November-Sitzung.

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Von Redakteur Thomas Tschörner

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